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Überraschender Effekt im Schlaf - „Rosa Rauschen“ könnte das Gehirn aufräumen

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Überraschender Effekt im Schlaf - „Rosa Rauschen“ könnte das Gehirn aufräumen

Unser Gehirn arbeitet auch, wenn wir schlafen. Nachts werden unter anderem Stoffwechsel-Abfälle abtransportiert, die sich im Laufe des Tages angesammelt haben. Jetzt haben Forscher in einer kleinen Studie einen überraschenden Weg gefunden, der diesen Vorgang ankurbeln könnte: mit winzigen Geräusch-Impulsen. Das besondere Geräusch nennt sich „Pink Noise“, also rosa Rauschen. Es erinnert an leisen Regen, ein entferntes Wasserrauschen oder sanftes Radio-Rauschen.

Während des tiefen Schlafs entstehen im Gehirn besonders langsame elektrische Wellen. Gleichzeitig bewegt sich die Gehirnflüssigkeit rhythmisch durch das Gehirn. Diese Flüssigkeit, auch Nervenwasser genannt, hilft dabei, Stoffwechsel-Abfälle abzutransportieren. Frühere Forschungen hatten bereits gezeigt, dass die langsamen Hirnwellen und die Bewegung dieser Flüssigkeit eng miteinander verbunden sind. Die Forscher wollten deshalb wissen: Kann man diesen natürlichen Reinigungsprozess gezielt verstärken?

Dafür untersuchten sie 27 gesunde Erwachsene. Die Teilnehmer lagen während des Versuchs in einem MRT-Gerät und wurden zusätzlich über EEG-Elektroden überwacht. So konnten die Wissenschaftler verfolgen, was während des Schlafs in ihrem Gehirn passierte. 14 Teilnehmer schafften es, während des Versuchs tatsächlich einzuschlafen und die Tiefschlafphase zu erreichen. Dann kam der entscheidende Trick: Ein Computer sagte voraus, wann die nächste langsame Hirnwelle ihren Höhepunkt erreichen würde. Genau zu diesem Zeitpunkt spielte er einen nur 50 Millisekunden kurzen Pink-Noise-Impuls ab.

Studienautor Joshua Levitt beschreibt die Geräusche im „ New Scientist “ so: „Sie klingen wirklich nach nicht viel – nur nach kleinen statischen Pieptönen.“ Der Ton war so leise, dass er die Schlafenden nicht aufweckte. Das Prinzip dahinter lässt sich laut MIT-Forscherin Laura Lewis mit einer Schaukel vergleichen: Wenn man im richtigen Moment anschubst, schwingt sie weiter. Genauso sollte der kurze Ton die ohnehin vorhandene langsame Hirnwelle verstärken. Und tatsächlich: Die langsamen Hirnwellen wurden stärker. Gleichzeitig nahmen auch die Wellen der Gehirnflüssigkeit zu. Die MRT-Aufnahmen deuteten zudem darauf hin, dass sich dabei Blutgefäße im Gehirn zusammenziehen und wieder ausdehnen. Dadurch könnten sie wie eine Art Pumpe wirken und die Flüssigkeit durch das Gehirn bewegen.

Der Gedanke liegt nahe: Wenn das Gehirn im Schlaf besser „aufgeräumt“ werden kann, könnte das vielleicht auch bei Erkrankungen wie Alzheimer eine Rolle spielen. Prof. Dr. Kleinschnitz warnt aber davor, aus der Studie schon solche Schlüsse zu ziehen: „Es konnte gezeigt werden, dass durch das Rauschen sozusagen stärkere Wellen des Nervenwassers ausgelöst werden. Das ist zwar spannend, aber noch eine vorläufige Machbarkeitsstudie. Mit Alzheimer direkt hat sie nichts zu tun.“ Es wurden keine Alzheimer-Patienten untersucht.

Was die Forscher tatsächlich zeigen konnten, erklärt Kleinschnitz so: „Durch das Rauschen werden sozusagen stärkere Wellen des Nervenwassers ausgelöst.

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