Brian Mundubile : Oppositionschef nach Präsidentschaftswahl in Sambia verhaftet
Der ehemalige oppositionelle Präsidentschaftskandidat Brian Mundubile ist zwei Wochen nach der Wahl in Sambia unter dem Vorwurf des Hochverrats verhaftet worden. Mundubile stellte sich am Donnerstag gemeinsam mit seinem ehemaligen Vizepräsidentschaftskandidaten Makebi Zulu den Behörden, wie die Polizei mitteilte.
Mundubile hatte bei der Wahl am 13. August den Amtsinhaber Hakainde Hichilema herausgefordert. Hichilema wurde zum Sieger der Wahl erklärt. Er bekam laut Wahlkommission etwa 60 Prozent der Stimmen. Mundubile lehnte das Wahlergebnis ab und sprach von Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung. Aus Angst um sein Leben habe er sich versteckt, nachdem er das Ergebnis angefochten habe, sagte Mundubile.
Während der Wahl war die Stimmabgabe wegen Gewalt stundenlang ausgesetzt worden. Die Wahlkommission teilte mit, es seien Wahlurnen gestohlen worden. Wer für den angeblichen Diebstahl verantwortlich sei, teilte sie nicht mit.
Einen Tag nach der Präsidentschaftswahl gab es eine Razzia im Haus von Mundubile. Nach Behördenangaben wurden elf Personen verhaftet, zudem seien auf dem Anwesen Sturmgewehre und andere militärische Ausrüstung entdeckt worden.
Bei der Razzia wurde der ehemalige Kabinettsminister Mutotwe Kafwaya, Mitglied der Opposition, erschossen. Die Umstände seines Todes sind unklar. Die Behörden gaben an, Sicherheitskräfte seien unter Beschuss geraten und hätten das Feuer erwidert. Mundubile, der bei der Razzia vor Ort war, sagte hingegen, die Vertreter der Opposition seien nicht bewaffnet gewesen und seien von Sicherheitskräften angegriffen worden. Er hat Vorwürfe der Regierung bestritten, wonach die Opposition einen Aufstand geplant habe.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International nannte die Tötung Kafwayas »zutiefst alarmierend«. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, teilte vergangene Woche mit, er sei angesichts der Verhaftung sambischer Oppositionsvertreter besorgt.
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