Geheimes Waffenarsenal: Urteile im Remscheider Waffenlager-Prozess angekündigt
Hinter Geheimtüren und Zwischenwänden fanden Ermittler in Remscheid mehr als 300 Schusswaffen.
Nun sollen zwei der drei Angeklagten ihr Urteil erhalten.
Im Prozess um das riesige illegale Waffenlager in Remscheid soll gegen die zwei Mitangeklagten am kommenden Verhandlungstag das Urteil verkündet werden.
Nur gegen den Hauptangeklagten werde der Prozess am Wuppertaler Landgericht fortgesetzt, teilte eine Gerichtssprecherin mit.
Die Staatsanwaltschaft forderte vier Jahre Haft für den einen und zwei Jahre und zehn Monate für den anderen Mitangeklagten.
Die Verteidiger beantragten in beiden Fällen niedrigere Strafen.
Das Urteil gegen die beiden 35 und 38 Jahre alten Angeklagten soll am 23.
September verkündet werden.
In dem Prozess geht es laut Staatsanwaltschaft um einen der größten Kriegswaffenfunde der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland.
Geständnisse abgelegt Die beiden Mitangeklagten hatten bereits gestanden, bei dem Hauptangeklagten Maschinenpistolen für rund 2.000 Euro pro Stück sowie Munition gekauft zu haben.
Im Gegenzug für geständige Einlassungen waren ihnen Haftstrafen zwischen zwei und vier Jahren zugesichert worden.
Der Hauptangeklagte, ein 60-jähriger Kfz-Meister, hatte sich auf das Angebot des Gerichts, bei einem Geständnis maximal acht Jahre Haft zu verhängen, nicht eingelassen.
Er soll in Remscheid ein Arsenal von Pistolen, Gewehren und Munition gehortet haben.
Waffen hinter Geheimtüren versteckt Der Fund des geheimen Waffenarsenals hinter einer Art privatem Waffenmuseum hatte im Oktober vergangenen Jahres bundesweit für Furore gesorgt.
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