Pyrophile Arten: Die Gewinner der Waldbrände
Noch lodern die Feuer des Waldbrandes im Hohen Venn.
Doch Buschbrände sind nicht das Ende von Naturlandschaften, sondern für zahlreiche Arten lebenswichtig.
3000 Hektar Grünland sind bei dem Brand im Hohen Venn, einem Naturschutzgebiet an der belgisch-deutschen Grenze, bislang verbrannt.
Viele Bewohner der angrenzenden Gemeinden mussten evakuiert werden.
Noch immer glimmt der Torfboden und lässt neue Brandherde entstehen.
Weite Landstriche wirken wie eine Mondlandschaft.
Und dennoch bedeuten Waldbrände nicht immer eine ökologische Katastrophe.
Denn zahlreiche Pflanzen- und Tierarten sind an Feuer angepasst oder geradezu darauf angewiesen.
Pyrophil nennen Biologen diese Form der Adaption, übersetzt: feuerliebend.
Manche Arten überleben nur durch Waldbrände Zu den bekanntesten Pyrophilen gehören Mammutbäume, bestimmte Kiefernarten und auch Heidepflanzen.
Deren Samen warten geradezu darauf, dass es um sie herum brennt.
Denn nur dann haben die Keimlinge, die aus ihnen entstehen, gute Voraussetzungen, um zu überleben.
Vegetationsbrände schaffen in dichten Wäldern Licht für Jungbäume, die sonst verkümmern würden.
Manche Käferarten besitzen Sensoren, mit denen sie verkohlte Bäume riechen können.
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