Altersvorsorge: Wie lange haben Menschen in Deutschland etwas von ihrer Rente?
Ein Leben lang hat jemand gearbeitet, Jahrzehnte ohne Pause, dann endlich Rente: Natürlich hofft man, im Alter noch viele gesunde Jahre zu haben, um diese genießen zu können.
So sieht die Realität aus.
Der Übergang in den Ruhestand markiert für viele Menschen einen neuen Lebensabschnitt.
Einen, in dem nach vielen Jahrzehnten im Job endlich nicht mehr gearbeitet werden muss – optimalerweise – und man noch fit genug ist, die freie Zeit auszukosten.
Wie lange Senioren ihre gesetzliche Rente tatsächlich beziehen, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab – unter anderem vom Geschlecht.
Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung lag die durchschnittliche Rentenbezugsdauer im Jahr 2023 bei Männern nämlich bei rund 18,8 Jahren, während Frauen im Schnitt etwa 22,1 Jahre Rente erhielten.
Damit beziehen Frauen im Durchschnitt deutlich länger Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung als Männer.
2018 waren es noch etwa 18,1 Jahre bei Männern und 21,8 Jahre bei Frauen.
Der Trend zeigt also insgesamt einen moderaten, aber stetigen Anstieg.
Menschen beziehen heute länger Rente Ein Blick weiter zurück macht die Entwicklung noch deutlicher.
In den 1970er-Jahren lag die Rentenbezugsdauer bei Männern nur bei gut 10 bis 11 Jahren, während Frauen damals rund 13 bis 14 Jahre Rente erhielten.
Seitdem ist die Zeit im Ruhestand also um mehrere Jahre angewachsen – bei Frauen stärker als bei Männern.
Der allgemeine Anstieg für beide Geschlechter steht in direktem Zusammenhang mit der gestiegenen Lebenserwartung in Deutschland .
Jahr Frauen Männer 1973* 13,4 10,6 1978* 13,9 10,7 1983* 14,5 11,5 1988* 16,5 13,5 1993* 17,6 14,0 1998 18,4 13,6 2003 19,3 14,3 2008 20,4 15,5 2013 21,5 17,0 2018 21,8 18,1 2022 22,2 18,8 2023 22,1 18,8 * Daten aus Westdeutschland Das Rentensystem änderte sich über die Jahrzehnte immer wieder: Da Menschen heute im Schnitt länger leben, wird das Renteneintrittsalter schrittweise angehoben.
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