Tiere: Grüne fordern neue Wege im Umgang mit Waschbären
Wie lassen sich Waschbären tierschutzgerecht und nachhaltig regulieren? Die Grünen setzen auf neue Wege statt allein auf Jagd.
Die Grünen im Sächsischen Landtag werben für eine friedliche Koexistenz von Mensch und Waschbär.
Nach einer Anhörung im Landtag räumte Grünen-Politiker Wolfram Günther zwar ein, dass der Umgang mit Waschbären ein Spannungsfeld zwischen Tierschutz und Naturschutz bedeute und auch Konflikte in menschlichen Siedlungen mit sich bringe.
Allerdings könne Jagd nicht die einzige Antwort sein.
Man brauche einen Ansatz, der wirksam sei und gleichzeitig dem Tierschutz Rechnung trage.
Für den Abschuss von Waschbären sprechen sich vor allem Jagdverbände aus.
Auch aus der Politik gibt es entsprechende Stimmen.
Waschbären sind inzwischen in Deutschland bis in die Städte vorgedrungen.
Nach Einschätzung von Experten bedrohen Waschbären als invasive Art einheimische Tiere wie Vögel und Amphibien.
Waschbär wird aus der Kulturlandschaft nicht mehr verschwinden Günther zufolge verbietet sich eine Generalisierung. „Probleme treten in der Regel lokal auf.
Für heimische Brutvögel und Amphibien ist der Waschbär grundsätzlich nur ein Raubtier unter vielen, kann aber regional durchaus zum Problem werden.
Gleichzeitig müssen wir ehrlich sein: Der Waschbär wird aus unserer Kulturlandschaft nicht mehr verschwinden.“ Die Forderung nach Abschuss als vermeintlich einfachere Lösung greife zu kurz und könne Probleme sogar vergrößern.
Es geht darum, ein „pragmatisches Leben mit dem Waschbären zu organisieren“. „Dafür braucht es wirksamen Schutz gefährdeter Arten und ein vielfältiges Maßnahmenpaket statt Scheinlösungen“, betonte Günther.
Er sah sich durch die Expertenanhörung in seiner Auffassung bestätigt, dass sich das Waschbären-Management in Sachsen nicht allein auf die Jagd konzentrieren darf. „Nichttödliche Maßnahmen müssen Vorrang haben.“ Grüne halten auch bessere Aufklärung der Bevölkerung für nötig „Wir haben in Sachsen keine Evaluierung des Jagdmanagements.
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