Nicht in die Hose machen... - Klartext von Fortunas Neuzugang Müller
Wer Fortunas Training aktuell beobachtet, glaubt kaum, dass dieses Team mit drei Pleiten in die Saison gestartet ist. Auf dem Rasen herrscht gute Stimmung. Kein Wunder: 17 neue Spieler sind bislang gekommen – und sie haben den bitteren Abstieg in die 3. Liga im Mai nicht miterlebt.
Einer von ihnen ist Andreas Müller (26), der aus Karlsruhe nach Düsseldorf wechselte. Beim 1:5 im Pokal gegen die übermächtigen Freiburger stand der Sechser erstmals in der Startelf. Trotz der deutlichen Niederlage sah er Fortschritte: „Da war zu sehen, dass es bei uns eine gewisse Entwicklung gibt. Auch wenn alles anders ist, als wir es uns gewünscht haben. Aber es lässt uns positiv nach vorne schauen.“
Doch jetzt zählt die Liga! Gegen Stuttgart II (Freitag, 19 Uhr/live bei MagentaSport) muss endlich der erste Sieg her. Sonst wird es bei Fortuna richtig ungemütlich.
Müller weiß um den Druck: „Wir sind Fortuna Düsseldorf – da hat man generell einen gewissen Druck. Sich davon beeindrucken zu lassen, wäre aber das Falsche. Wir wissen, welche Verantwortung wir haben. Aber es bringt nichts, sich deshalb in die Hosen zu machen!“
Der Mittelfeldspieler kennt die 3. Liga aus 70 Einsätzen bestens. Und er weiß: Spektakel allein bringt Fortuna nicht zurück nach oben. „Wir können nicht erwarten, dass wir hier jeden Gegner mit 80 Prozent Ballbesitz an die Wand spielen und 6:0 gewinnen. Dazu gehört unfassbar viel Arbeit, auch gegen den Ball. Da kann ich dem Team gut helfen.“
Müller sind schwierige Situationen nicht unbekannt. 2020/21 steckte er als junger Profi mit dem 1. FC Magdeburg ebenfalls tief im Drittliga-Schlamassel. „Ich weiß nicht genau, wie viele Neuzugänge wir damals hatten. Aber wir waren lange Vorletzter. Auch da gab es zuvor große Erwartungen. Aber wir haben zusammengestanden. Das war eine ähnliche Situation.“
Sein Erfolgs-Rezept? Ruhe bewahren. „Man muss sich auf seine Stärken besinnen. Der Rest kommt dann ganz von allein.“
Und tatsächlich: Im letzten Saisonviertel rappelte sich Magdeburg noch auf und kletterte bis auf Platz elf. Allerdings erst nach dem Trainerwechsel im Februar 2021: Thomas Hoßmang (59) musste gehen, Christian Titz (55) übernahm.
Den Düsseldorfer Abstieg im Mai verfolgte Müller noch im Karlsruher Stadion – am Ticker. „Ich konnte es einfach nicht fassen. Der Verein gehört nicht in die 3. Liga – das ist Fakt!“
Genau dieses Wissen treibt ihn jetzt an. Müller will unbedingt mithelfen, Fortuna wieder nach oben zu bringen: „Wenn das Team und der Verein hochkommen, profitieren wir alle davon. Die defensive Grundeinstellung muss passen – dann haben wir genug Qualität, um jeden in der Liga zu schlagen.“
Ausgerechnet jetzt fehlt am Freitag Kapitän Jorrit Hendrix (31) gesperrt. Wer neben Müller auflaufen soll? Dem Neuzugang ist das ziemlich egal.
„Am liebsten würde ich in Barcelona spielen! Aber Realität und Wünsche liegen im Fußball meistens weit auseinander. Scheißegal, wer spielt: Es geht um das große Ganze. Am Ende zählt der mannschaftliche Erfolg!“
Und genau der muss sich bei Fortuna jetzt endlich einstellen.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild Sport.