Schwerer Fehler zugegeben - Nierentest-Panne in Maradonas (†60) Todes-Prozess
Peinlicher Fehler im Prozess um die Ermittlung der genauen Todesursache von Argentiniens Fußball-Legende Diego Maradona (†60). Ein Gesundheitsdienstleister hat eingeräumt, die vorgelegten Nierentests mit denen seines Vaters vertauscht zu haben. Die Untersuchungsergebnisse seien „versehentlich unter dem Namen Diego Armando Maradona abgelegt worden“, obwohl sie in Wirklichkeit von seinem 2015 verstorbenen Vater Diego Salustiano Maradona stammten, hieß es in einem Schreiben des Versicherungsunternehmens Swiss Medical, das die Nachrichtennatur AFP einsehen konnte.
Der Prozess um den Tod der Fußball-Legende war vergangene Woche unterbrochen worden, nachdem die Verteidigung auf die Verwechslung der Nierentests hingewiesen hatte. Das Gericht in San Isidro nahe der Hauptstadt Buenos Aires ordnete an, dass eine Klinik und Swiss Medical neue Unterlagen zu den Testergebnissen nachreichen müssen.
Auf der Suche nach der Wahrheit gab es bereits im vergangenen Jahr Ärger. Damals war ein erster Prozess gescheitert, weil eine Richterin für befangen befunden wurde. Sie hatte heimlich an der Vorbereitung einer Dokumentarserie über den Fall mitgewirkt.
Der neue Prozess startete im April. Angeklagt ist ein siebenköpfiges Team aus Ärzten, Psychiatern, Psychologen und Pflegern, das den Weltmeister von 1986 in einem von ihm angemieteten Haus betreut hatte.
Die Fußball-Ikone starb im November 2020 zwei Wochen nach einer Hirn-Operation. Dem medizinischen Team wird grobe Nachlässigkeit bei Maradonas Behandlung vorgeworfen. Medien berichteten übereinstimmend, die Fußball -Legende habe über den Tag Alkohol und Marihuana verabreicht bekommen. Abends wären dann in Alkohol aufgelöste Schlaftabletten hinzugekommen. Zudem habe man dem Argentinier nicht mal mehr beim Duschen geholfen, sondern ihn nur noch dürftig mit einem Wasserschlauch abgespritzt ( alle Vorwürfe lesen Sie hier ).
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