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„Schande“: Schröder erntet mit Putin-Besuch Sturm der Entrüstung

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„Schande“: Schröder erntet mit Putin-Besuch Sturm der Entrüstung

„Schande“, „unmoralisch“, „völlig inakzeptabel“: Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) hat mit seinem Besuch bei Kreml-Chef Wladimir Putin einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich über das Treffen ebenso empört wie Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD).

Der ukrainische Botschafter in Deutschland nannte es „widerlich“, dass ein Altkanzler den „Kriegsverbrecher“ Putin „so herzlich umarmt“, während in seinem Land dutzende Zivilisten durch russische Angriffe getötet worden seien.

Putin hatte Schröder am Mittwoch an seinem 74.

Geburtstag bei sich zu Hause empfangen.

Laut Kreml erfuhr der russische Präsident aus den Medien, dass sich der Altkanzler „geschäftlich in Moskau aufhielt“ und lud „seinen alten Freund ein“.

Der Kreml veröffentlichte Fotos, auf denen die beiden Männer sich lächelnd die Hände schütteln.

Russische Medien hatten in der vergangenen Woche berichtet, dass der 82-jährige Schröder, der seit langem Verbindungen zu Putin pflegt, in den Aufsichtsrat von Hyperglobus berufen worden sei.

Die russische Supermarktkette gehörte früher zum deutschen Globus-Konzern.

Bundeskanzler Merz sei „zutiefst empört“ über das Treffen, sagte Vize-Regierungssprecher Steffen Meyer. „Putin allein“ sei für den Krieg in der Ukraine verantwortlich und seine Befehle sorgten täglich für „unermessliches Leid, für zivile Opfer, für Familien, die auseinandergerissen werden, für Tote und Verwundete“.

Der Bundeskanzler empfinde es vor diesem Hintergrund „als geradezu unmoralisch“, dass Schröder gemeinsam mit Putin feiere.

Den Angaben der jeweiligen Ministerien zufolge waren im Vorfeld des Besuchs weder das Auswärtige Amt oder die deutsche Botschaft noch das Bundesinnenministerium über den Besuch informiert.

Der Besuch des Sozialdemokraten Schröder sorgt auch in der eigenen Partei für erheblichen Unmut.

Das Treffen sei „völlig inakzeptabel“, sagte SPD -Ko-Parteichef Klingbeil der „Süddeutschen Zeitung“. „Russland führt einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine und hat unermessliches Leid über die Menschen dort gebracht.“ Der ukrainische Botschafter in Deutschland , Oleksii Makeiev, erinnerte im „Tagesspiegel“ daran, dass Schröder den „Kriegsverbrecher“ Putin ausgerechnet an dem Tag „herzlich umarmt“ habe, „an dem fünf Kinder in Pryluky durch eine russische Rakete in ihrem eigenen Zuhause getötet wurden“.

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