Altersvorsorge schon im Kindesalter: Bundestag beschließt Frühstartrente
Schon als Kind fürs Alter sparen: Der Bundestag hat am Freitag mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen die Frühstartrente beschlossen.
Während Abgeordnete von Union und SPD den Aufbau eines staatlich geförderten Vorsorgedepots als wichtigen Baustein der Altersvorsorge verteidigten, kritisierten Grüne und Linke die Frühstartrente als sozial ungerecht.
Auch Verbraucherschützer kritisierten eine Benachteiligung von Kindern ohne eigenes Vorsorgedepot.
Die Frühstartrente sieht vor, dass schon Kinder an die private Altersvorsorge herangeführt werden, um möglichst frühzeitig Lücken in der Altersvorsorge zu schließen.
Heranwachsende von sechs bis 18 Jahren bekommen dabei eine staatliche Förderung zum Aufbau eines Vorsorgedepots.
Mit der Frühstartrente gebe der Staat Kindern „ein Startkapital für die eigene Altersvorsorge “, erklärte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD).
Zugleich werde damit die finanzielle Bildung gestärkt: „Alle Kinder lernen künftig schon viel früher etwas darüber, wie sie für ihre eigene Zukunft sparen können." Im Bundestag warben auch Abgeordnete von Union und SPD für die Vorzüge der Frühstartrente.
Für die SPD betonte Michael Thews, dass von der Frühstartrente auch jene Kinder profitieren, deren Eltern keinen Vertrag für sie abschließen.
Auch diese Kinder hätten mit dem 18.
Lebensjahr schon ein Startkapital für die private Alterssicherung.
Die „vielleicht wichtigste Botschaft“ sei, dass künftig „kein junger Erwachsener mehr ins Erwerbsleben eintritt, ohne eine zusätzliche Altersvorsorge zu haben“, ergänzte Carsten Brodesser (CDU).
Die Frühstartrente sieht vor, dass der Staat monatlich zehn Euro in ein individuelles, kapitalgedecktes Depot einzahlt.
Dieser Betrag kann von Eltern oder Großeltern durch freiwillige Einzahlungen von bis zu 6840 Euro pro Jahr aus eigenen Mitteln ergänzt werden.
Das Depot können die Eltern bei einem privaten Anbieter ihrer Wahl eröffnen.
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