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Versorgungssicherheit: So werden Sachsens Stromnetze geschützt

Stern ·
Versorgungssicherheit: So werden Sachsens Stromnetze geschützt

Wie sichern Betreiber und Regierung Sachsens 82.000 Kilometer Stromnetz gegen Angriffe? Ein Überblick zu aktuellen Maßnahmen und Plänen.

Nach den Sabotage-Angriffen auch auf das sächsische Stromnetz steht die Sicherheit der Versorgung im Fokus.

Allein im Freistaat versuchte der 48-jährige mutmaßliche Täter mit 21 Sprengvorrichtungen für großflächige Stromausfälle zu sorgen.

Als die Polizei sie entdeckte, waren einige bereits gezündet, ein Schaden am Netz entstand aber nicht.

Doch wie gut ist das Stromnetz gegen solche Angriffe gewappnet – und was passiert, wenn tatsächlich Teile der Versorgung ausfallen? Wie groß ist das sächsische Stromnetz? Das Stromnetz setzt sich aus einer Verteil- und einer Übertragungsnetzebene zusammen.

Das Stromnetz der regionalen und lokalen Verteilnetzbetreiber, die beispielsweise Privathaushalte versorgen, hat laut Angaben des Energieministeriums eine Gesamtlänge von 82.000 Kilometern.

Versorgt wird dieses vom Übertragungsnetz mit etwa 1.000 Kilometern Länge.

Der größten Netzbetreiber in Sachsen sind SachsenNetze, die für etwa 25.000 Kilometer des Netzes in der Region um Dresden und Ostsachsen zuständig sind, und Mitnetz mit insgesamt 71.000 Kilometern Leitungen in Sachsen sowie den Nachbarländern Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Hinzu kommen die kommunalen Netzbetreiber wie Stadtwerke.

Wie wird das Stromnetz gesichert? Der Energiesektor zählt zur kritischen Infrastruktur, also zu den Einrichtungen, die wichtig sind für das Funktionieren eines Gemeinwesens.

Der Schutz vor Sabotage besteht vor allem aus technischen Vorkehrungen, Notfall- und Wiederanlaufplänen.

Regelmäßig finden dazu Risikobewertungen der physischen Sicherheit von Stromnetzen und Anlagen statt, wie der Betreiber SachsenNetze mitteilte.

Teil der Analyse sind Auswirkungen und Wahrscheinlichkeiten von Gefahren oder Störungen.

Aus den Ergebnissen werden gezielte Schutzmaßnahmen abgeleitet, die Risiken minimieren und die Widerstandsfähigkeit gegen externe Einflüsse erhöhen sollen.

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