Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: Nordost-AfD vor SPD - CDU wohl erstmals raus aus Landtag
Historisches CDU-Fiasko: Erstmals in ihrer Geschichte scheitert die Kanzlerpartei in einem Land wohl an der Fünf-Prozent-Hürde.
Stärkste Kraft an Ostsee und Seenplatte ist die AfD vor der SPD.
Historisches Drama für die CDU : Bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern ist die Partei von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erstmals in ihrer Geschichte wohl aus einem Landtag herausgewählt worden.
Nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF gewinnt die AfD das Rennen mit der SPD um Platz eins - dennoch kann Ministerpräsidentin Manuela Schwesig womöglich weiter regieren.
Ihr bisheriger Regierungspartner Linke verliert aber deutlich an Zustimmung.
Die Grünen können knapp ihren Verbleib im Landtag sichern.
Das BSW ist nach dem Zwischenstand vor Ende der Auszählung ganz knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.
Die FDP schafft es nicht annähernd.
SPD kann AfD nicht einholen Nach den Hochrechnungen von 22.00/22.15 Uhr hat die SPD trotz einer ganz auf einen Zweikampf zugeschnittenen Kampagne die in den Umfragen führende AfD nicht eingeholt.
Schwesigs Partei schneidet mit 35,4 bis 35,5 Prozent schwächer als vor fünf Jahren ab (39,6 Prozent) - für den Machterhalt braucht sie zusätzliche Partner.
Angesichts der bundesweiten Schwäche der Partei gilt ihr Abschneiden dennoch als großer Erfolg.
Die AfD von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm hat mit 38,1 bis 38,3 Prozent ihr Ergebnis mehr als verdoppelt (16,7 Prozent).
Wie die SPD beansprucht sie nun die Regierung - allerdings reicht es nicht allein, und keine andere Partei will mit ihr koalieren.
Sie hat aber eine Sperrminorität und könnte etwa die Ernennung von Verfassungsrichtern blockieren.
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