Mama und Tochter vereint - Tennis-Star Gauff kämpft gegen Ticket-Schnorrer
Wie unverfroren manche Leute sein können, selbst aus der eigenen Familie! Candi Gauff (55), der Mutter von Tennis-Star Coco Gauff (22), platzte vor den US Open , die am Sonntag in New York beginnen, der Kragen. Bei Instagram verschaffte sich die ehemalige Leichtathletin Luft über unverschämte Ticketwünsche. „Ich weiß, wie sehr ihr euch darauf freut, dass Coco bei den US Open spielt. Ich auch!!! Cocos Kontingent an Gästetickets ist bereits verplant. Leider kann ich keine Tickets besorgen. Bitte kümmert euch selbst um Karten.“
Dann folgte der versteckte Hinweis, dass ihre Tochter ja kein Kind mehr ist und es letztlich deren Entscheidung ist, wenn sie beim Match dabeihaben will. „Noch ein Hinweis: Fragt niemals nach mehr als zwei Tickets. Coco ist inzwischen erwachsen und hat eigene Freunde, denen sie Tickets für das Spiel zur Verfügung stellt.“ Bitter, dass Mama Gauff sowas erst so deutlich schreiben muss, um die Schnorrer in ihre Schranken zu weisen.
Tochter Coco steht voll zu ihrer Mutter. „Wir bekommen zwar Tickets, aber sie verkaufen hier eine Veranstaltung. Ich kann also nicht einfach all diesen Leuten Karten geben. Letztes Jahr war es für meine Eltern extrem stressig, es allen recht zu machen. Wenn wir Tickets haben, geben wir sie auch gerne weiter. Aber es war einfach eine Belastung für sie.“ Denn es gibt ein Problem: „Viele Leute haben meine Nummer gar nicht. Sie melden sich nicht bei mir, sondern bei meinen Eltern oder jemandem aus meinem Team.“
Von der Aktion ihrer Mutter wurde die Nummer 4 der Welt, die in der 1. Runde auf die Türkin Zeynep Sönmez (24) trifft, eiskalt überrascht. „Ich wusste nicht, dass sie das postet. Ich sah das Cincinnati-Bild, bevor ich zum Training ging, und sah eine lange Bildunterschrift. Ich dachte: Oh, das ist wahrscheinlich etwas Süßes, ich werde es nach dem Training lesen. Dann sah ich jemanden auf Threads sagen: ‚Oh, Mama Gauff ist streng.’ Ich dachte: Was ist hier los?“, lacht die zweimalige Grand-Slam-Siegerin.
Ihre Reaktion nach dem Training: „Ich sehe diesen Beitrag, und denke: ‚Oh, meine Güte.’ Aber das musste mal gesagt werden. Es richtete sich an einige Familienmitglieder und Freunde. Ganz ehrlich: Da tauchen plötzlich Leute aus der Versenkung auf. Jahrelang hatte man keinen Kontakt, sie gratulieren weder zu Erfolgen, noch zum Geburtstag, und dann kommen sie an mit: ‚Oh, ich bin in New York. Kann ich bitte acht Tickets für deine Loge haben?‘“
Was den Instagram-Beitrag letztlich auslöste, konnte Coco nicht eruieren. „Ich weiß nicht, wer ihr diese Nachricht geschickt hat, die das Fass zum Überlaufen brachte. Irgendjemand muss ihr etwas geschrieben haben, woraufhin sie sich dachte: ‚Ich muss dazu jetzt mal etwas posten.‘“ Dass es in New York war, scheint dabei kein Zufall zu sein. „Gerade in New York ist es einfach verrückt. Hier und in Wimbledon sind die Turniere, die sich die Leute unbedingt ansehen wollen. Aber bei einigen Anfragen kann man kaum glauben, wie absurd sie sind.“
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