Festnahme vor den Azoren: „Hochzeitsreise“ mit Kokain an Bord
Mit über einer Vierteltonne Kokain macht sich eine Segeljacht auf den langen Weg von Kolumbien nach Europa.
Vieles geht schief auf hoher See.
Nicht nur dort.
Die Segler stehen in Rostock vor Gericht.
Ein mutmaßliches Drogendealerpaar aus dem Raum Rostock hat beim Versuch, rund 264 Kilogramm Kokain mit einer Segeljacht von Kolumbien nach Europa zu schmuggeln, auf hoher See teils lebensbedrohliche Situationen erfahren.
So lief die Jacht an einem Atoll bei den Bahamas auf ein Riff, wo das Boot mehrere Tage lang festlag - das erzählte der Angeklagte einem Zollfahnder, der heute als Zeuge vor dem Landgericht Rostock aussagte.
In dem Gericht läuft seit voriger Woche der Prozess gegen den 59-jährigen Mann und seine 67 Jahre alte Frau.
Sie wurden laut Anklage im August 2025 in der Nähe der Azoren in internationalen Gewässern von der portugiesischen Polizei gestoppt, die an Bord das Rauschgift fand.
Die Behörden in Portugal stimmten einer Rücküberführung der Angeklagten nach Deutschland zu.
Auf dem rund vierstündigen Rückflug von Lissabon nach Hamburg habe der Angeklagte viel erzählt, sagte der Zollbeamte, der ihn mit weiteren Kollegen begleitete.
US-Küstenwache an Bord Auf die Havarie auf dem Atoll sei sogar die US-Küstenwache aufmerksam geworden.
Einer der US-Beamten sei an Bord des Bootes gewesen, wo unter Deck das Kokain in Paketen verstaut war.
Tags darauf sei die Jacht dann freigeschleppt worden.
Der begleitende deutsche Zollfahnder belehrte den 59-Jährigen mehrfach, dass er sich nicht zu äußern brauche - wenn er es doch tue, werde darüber ein Protokoll erstellt.
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