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Energiekrise: Empörung wegen Diesel-Deal von Trump und Putin

Stern ·
Energiekrise: Empörung wegen Diesel-Deal von Trump und Putin

Trump schließt eine Diesel-Vereinbarung mit Russlands Kriegsherrn Wladimir Putin ab.

Helfen will er damit US-Farmern.

In Deutschland und Europa reichen die Reaktionen bis zu deutlicher Empörung.

Auch nach einer Vereinbarung von US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Wladimir Putin zu raschen Diesel-Lieferungen will Deutschland kein Öl oder Benzin aus Russland. „Die Bundesregierung hält an den Sanktionsbeschlüssen gegen Russland fest und arbeitet gemeinsam mit den europäischen Partnern an weiteren Sanktionen“, betonte der Sprecher von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als Reaktion auf die Vereinbarung.

Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie erwartet keine größeren Auswirkungen des USA-Russland-Deals auf die Preise an deutschen Tankstellen.

Trump verkündete nach einem Gespräch mit Putin auf seiner Plattform Truth Social, er habe mit dem russischen Präsidenten vereinbart, dass „umgehend“ mehr als 300.000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt zur Verfügung gestellt würden.

Im Laufe des Novembers soll laut Trump eine weitere halbe Million Tonnen Diesel freigegeben werden sowie eine Million Tonnen „sofort danach“. „Abhängig vom Zustand seiner Dieselraffinerien“ wolle Russland zudem innerhalb kurzer Zeit drei Millionen Tonnen Diesel liefern.

Trump unter Druck Trump nannte niedrigere Dieselpreise „insbesondere für unsere großartigen Landwirte, Viehzüchter und Lkw-Fahrer“ seine oberste Priorität.

Vor Journalisten am Weißen Haus sagte Trump: „Ich möchte Präsident Putin danken“.

Aktuell steht Trump wegen gestiegener Spritpreise vor den wichtigen Zwischenwahlen in weniger als einem Monat stark unter Druck.

Putin bestätigte den Deal. „Bei der Diskussion der Situation auf dem weltweiten Energiemarkt bestätigte die russische Seite ihre Bereitschaft, Erdöl und Erdölprodukte auf den amerikanischen und die Weltmärkte zu liefern“, hieß es in einer schriftlichen Erklärung von ihm.

Das werde sich positiv auf die „gesamte Weltwirtschaft “ auswirken.

Selenskyj empört Empört reagierte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Die Vereinbarung sei „nicht fair und nicht ehrlich“, sagte er dem US-Nachrichtenportal „Axios“.

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