Stuttgarter Oper: Sanierung oder Neubau? Streit um Oper geht in nächste Runde
Die CDU-Fraktion fordert einen Planungstopp bei der Stuttgarter Oper bis zu einer Entscheidung über Sanierung oder Neubau.
Dabei hatte der Ministerpräsident etwas anderes vorgeschlagen.
Nächster Akt im Streit um das Milliardenprojekt Stuttgarter Oper : In der Debatte um die Finanzierung der Sanierung erteilt die CDU-Fraktion im Landtag der bislang geplanten Interimsspielstätte eine deutliche Absage und spricht sich für die ergebnisoffene Prüfung einer Neubauvariante aus.
Bis zu einer Entscheidung dürfe zudem nichts beschlossen werden, was Geld koste oder rechtlich binde.
Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) und Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) hatten zuletzt vorgeschlagen, die Planungen während der Überprüfung weiterlaufen zu lassen. „Das bislang vorgesehene Vorgehen mit einem Interim als Ausweichspielstätte für maximal zehn Jahre ist unter den heutigen finanziellen Rahmenbedingungen nicht tragfähig“, heißt es unter anderem in einem Positionspapier, das die Fraktion bei einer Klausurtagung in Freiburg beschloss.
Zuvor hatte die „Südwest Presse“ darüber berichtet.
CDU tritt auf die Bremse Angesichts der immensen Kosten, der Haushaltslage und der immer größeren Vorbehalte hatten Özdemir (Grüne) und der Stuttgarter CDU-Oberbürgermeister Frank Nopper erst am Montag vorgeschlagen, das milliardenschwere Sanierungsprojekt auf den Prüfstand zu stellen.
Experten sollten demnach in einer Anhörung unter anderem beraten, ob das bisherige Gebäude saniert wird oder ob es doch einen Neubau geben soll.
Allerdings sollten die Planungen währenddessen weiterlaufen.
Die CDU will auf die Bremse treten und fordert eine Art Planungstopp. „Während unsere Neubauvariante geprüft wird, werden keine weiteren Aufträge vergeben“, sagte CDU-Fraktionschef Tobias Vogt. „Wer ernsthaft prüft, darf keine Fakten schaffen.“ Ohnehin habe für das Land der Landtag als Haushaltsgesetzgeber das letzte Wort.
Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz bleibt bislang auf Kurs: „Unsere Position hat sich nicht geändert“, sagte eine Sprecherin.
Schwarz hatte nach Özdemirs Vorschlag gesagt, die Fraktion sei offen, wenn sich bei der Prüfung eine bessere und wirtschaftlich tragfähigere Variante für die Sanierung und das Interim ergebe.
Interim würde fast 300 Millionen Euro kosten Der 1912 eröffnete und denkmalgeschützte Littmann-Bau neben dem Landtag ist in einem stark renovierungsbedürftigen Zustand und muss saniert werden.
Eine offizielle Schätzung, wie hoch die Kosten für die gesamte Sanierung ausfallen, gibt es derzeit nicht.
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