Schlag gegen Waffenhandel: Zehn Festnahmen in Deutschland und Spanien
Bei einem Schlag gegen den internationalen Waffen- und Drogenhandel haben Ermittler in Deutschland und Spanien zehn Verdächtige festgenommen.
Bei dem Einsatz am Donnerstag wurden insgesamt 35 Durchsuchungsbefehle vollstreckt, wie das Bundeskriminalamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.
Die Ermittlungen richten sich demnach gegen ein internationales Netzwerk, das mit illegal produzierten Schusswaffen und Drogen gehandelt haben soll.
Die mutmaßlichen Täter sollen unter anderem Pistolen und Sturmgewehre aus der Türkei nach Deutschland geschmuggelt haben.
Darunter seien auch sogenannte totalgefälschte Schusswaffen gewesen.
Dabei handelt es sich um verbotenerweise außerhalb legaler Produktionsstätten hergestellte Waffen, die täuschend echt aussehen.
Zudem soll die mutmaßliche Bande Drogengeschäfte mit Bezügen in die Niederlande und nach Spanien betrieben haben.
Der Vertrieb der Drogen könnte nach bisherigen Erkenntnissen unter anderem über türkische Cafés und Shishabars im Großraum Köln gelaufen sein.
Sieben der zehn Beschuldigten wurden mit Haftbefehlen in Deutschland festgenommen, die zuvor von Gerichten in Düsseldorf und Köln erlassen worden waren.
Dabei kamen auch Spezialkräfte zum Einsatz.
Drei weitere Beschuldigte wurden in Spanien gefasst.
Bei den Durchsuchungen wurden umfangreiche Beweismittel beschlagnahmt, darunter zahlreiche Schusswaffen, digitale Daten, Bargeld und Drogen .
Deren Auswertung dauerte an.
Nach Angaben der Ermittler gelangen seit einigen Jahren vermehrt täuschend echt nachgebaute Schusswaffen nach Europa.
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