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Kultur

Heiliger Stuhl: 30 Jahre Vertrag zwischen Sachsen und dem Vatikan

Stern ·
Heiliger Stuhl: 30 Jahre Vertrag zwischen Sachsen und dem Vatikan

1996 schloss Sachsen einen Vertrag mit dem Vatikan.

Das Abkommen prägt bis heute das Miteinander von Staat und Kirche.

30 Jahre später gibt es auch Anlass zur Sorge.

Sachsen kann auf gute Verbindungen zum Heiligen Stuhl in Rom bauen.

Wenn Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) heute mit einer Delegation in die italienische Hauptstadt reist, soll auch ein Jubiläum begangen werden.

Vor 30 Jahren schloss Sachsen einen Vertrag mit dem Vatikan.

Er klärt bis heute den Religionsunterricht an öffentlichen Schulen, die Präsenz der Kirche in Rundfunk und Fernsehen, die Seelsorge in staatlichen Einrichtungen wie Gefängnissen, die Denkmalpflege und die Kirchensteuer.

Vertrag ist Meilenstein für Miteinander von Staat und Kirche Eine besondere Bedeutung für die Oberlausitz hat dabei der ausdrücklich verankerte Schutz des katholisch geprägten sorbischen Kulturgutes. „Der Vertrag ist ein Meilenstein für die Religionsfreiheit und das partnerschaftliche Miteinander von Staat und Kirche in Sachsen.

Er hat sich über drei Jahrzehnte bewährt“, sagte der Bautzener Landtagsabgeordnete Marko Schiemann der Deutschen Presse-Agentur.

Der Politiker ist Teil der Delegation, die den Geburtstag des Staatskirchenvertrages in Rom feiert.

Alle Landtagsfraktionen an Ausarbeitung des Vertrages beteiligt Am 2.

Juli 1996 hatten der damalige Apostolische Nuntius in Deutschland , Giovanni Lajolo, und der frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf den Vertrag unterzeichnet.

Die Erarbeitung des Staatsvertrags wurde seinerzeit in mehreren Besprechungen unter Teilnahme aller Fraktionen des Sächsischen Landtags vorbereitet. „Nach der Friedlichen Revolution war es für uns als Abgeordnete von außerordentlicher Bedeutung, mit großem Respekt das Verhältnis zwischen dem Freistaat Sachsen und der Katholischen Kirche zu regeln“, sagte Schiemann.

Er ist der einzige verbliebene Abgeordnete des Sächsischen Landtags, der den Staatsvertrag damals mitbeschloss.

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