"Gesundheitskompetenz stärken": Ärztepräsident kann sich Medizinunterricht an Schulen vorstellen
Ein Arztbesuch bei jeder Bagatellerkrankung muss nicht sein, meint Ärztepräsident Reinhardt. Was man bei Husten oder Brechdurchfall selbst tun könne, sei immer weniger Menschen bekannt. Sein Vorschlag: Ärzte im Ruhestand könnten Grundschülern dies Wissen vermitteln.
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, schlägt vor, dass pensionierte Ärzte regelmäßig Schulen besuchen und Kindern Gesundheitskompetenz vermitteln. "Ein pensionierter Arzt könnte beispielsweise einmal im Monat in eine Grundschule gehen und über Gesundheitskompetenz sprechen", sagte Reinhardt im Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe. So könnten Menschen frühzeitig lernen, sich bei leichten Erkrankungen selbst zu helfen.
"Menschen können sich bei Bagatellerkrankungen teilweise selbst helfen. Das ist in den vergangenen Jahrzehnten zurückgegangen", sagte Reinhardt. Als Beispiel nannte er einen ansonsten gesunden 25-Jährigen mit Brechdurchfall. Der brauche "nicht unbedingt nachts einen Hausbesuch", sondern sollte wissen, wie er sich zunächst selbst helfen könne. Auch beim richtigen Inhalieren bei Husten fehle es vielen Menschen an grundlegenden Kenntnissen. "Solche Dinge könnte man viel früher vermitteln", sagte Reinhardt.
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