"Weder Belege noch Fakten": Finnlands Präsident glaubt nicht an russischen Angriff auf Nato
Bei Russland müsse Europa sich auf das Schlimmste vorbereiten, erklärt Finnlands Präsident. Allerdings sei es unwahrscheinlich, dass ein Angriff auf die Nato oder ein Atomwaffeneinsatz in der Ukraine bevorstehe. Stubb erwartet eine andere Eskalation.
Finnlands Präsident Alexander Stubb hat Befürchtungen aus Deutschland vor einem möglichen russischen Angriff auf Nato-Gebiet bis 2029 widersprochen. "Wenn jemand eine solche Kristallkugel hätte - wunderbar. Aber ich sehe dafür einfach weder Belege noch Fakten", sagte Stubb der "Bild"-Zeitung. Er glaube nicht, dass Russland "jemals das mächtigste Militärbündnis der Welt, die Nato, angreifen wollen würde".
Stubb warnte zugleich davor, die Gefahr aus Russland zu unterschätzen. "Man sollte sich immer auf das Schlimmste vorbereiten, um es zu verhindern", sagte er. Seine Einschätzung begründete der finnische Präsident mit Geheimdiensterkenntnissen sowie der Abschreckungsfähigkeit der Nato. Diese beruhe auf konventionellen Streitkräften, Raketen und Atomwaffen. "Für keine Macht der Welt ergibt es Sinn, die Entschlossenheit dieses Bündnisses auf die Probe zu stellen."
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