Nationalsozialismus: Ehrenplakette für Holocaust-Überlebende Edith Erbrich
Vom Schweigen zum Erzählen: Edith Erbrichs Weg zur Zeitzeugin begann erst im Ruhestand.
Was sie motiviert, ihre Erlebnisse öffentlich zu machen.
Die Holocaust-Überlebende Edith Erbrich ist mit der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt ausgezeichnet worden.
Mit ihren Auftritten als Zeitzeugin habe sie der Demokratie und dem Gemeinwohl gedient, sagte Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) bei der Verleihung am Montag.
Erbrich hat in diesem Jahr bereits den Hessischen Verdienstorden erhalten.
Zudem wurde sie 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Die 1937 in Frankfurt geborene Erbrich war gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrem jüdischen Vater nach Theresienstadt deportiert worden.
Sie war damals sieben Jahre alt.
Nach dem Krieg sprach sie lange kaum über ihre Erlebnisse.
Erst im Ruhestand begann sie, über ihre Verfolgung und die Zeit in Theresienstadt zu berichten.
Seit fast 30 Jahren als Zeitzeugin aktiv Seit fast 30 Jahren ist Erbrich als Zeitzeugin aktiv.
Sie berichtet in Schulen, Jugendzentren, Universitäten und bei öffentlichen Veranstaltungen.
Zudem engagierte sie sich für die Wanderausstellung „Kinder im KZ Theresienstadt “ und veröffentlichte ihre persönliche Geschichte 2014 im Buch „Ich hab das Lachen nicht verlernt“. „Dass die Arbeit als Zeitzeugin so wichtig ist, konnte ich mir am Anfang gar nicht vorstellen.
Erst später habe ich bemerkt, wie wichtig es ist, über diese Zeit zu sprechen“, sagte sie bei der Verleihung.
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