73. Verhandlungstag: Block zur Entführung ihrer Kinder: Wusste nichts von Planung
Christina Block nimmt im Prozess um die Entführung ihrer Kinder noch einmal ausführlich Stellung.
Dabei gibt sie tiefe Einblicke in Familienkonflikte und korrigiert sich in einigen Punkten.
Das Ende des Prozesses um die Entführung der Block- Kinder rückt näher, noch einmal will die angeklagte Mutter das Landgericht Hamburg von ihrer Unschuld überzeugen.
Stundenlang verliest sie mit gefasster Stimme eine weitere Erklärung.
Chronologisch geordnet geht sie zahlreiche Fragen und scheinbare Widersprüche durch, die sich im Laufe des Mammut-Verfahrens ergeben haben könnten.
Sie korrigiert und ergänzt einige Punkte.
Aber ihre Botschaft zur Aktion in der Silvesternacht 2023/24 bleibt klar: „Ich wusste nicht, dass so etwas geplant war.“ Die 53-Jährige ist angeklagt, nach einem erbitterten Sorgerechtsstreit eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihren damals 10-jährigen Sohn und die 13 Jahre alte Tochter vom Wohnort des Vaters Stephan Hensel in Dänemark nach Deutschland zu entführen.
Insgesamt gibt es in dem Prozess sieben Angeklagte.
Darunter ist auch Blocks-Lebensgefährte Gerhard Delling, der Ex-Sportmoderator ist wegen Beihilfe angeklagt.
Block: „Ich weiß doch, dass meine Kinder mich lieben.“ Nur ein 37-Jähriger aus Israel hat die Vorwürfe eingeräumt.
Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
Block hatte im Juli 2025 eine umfangreiche Erklärung abgegeben.
Darin hatte sie geschildert, wie der Vater den Jungen und das Mädchen im August 2021 nach einem Wochenendbesuch nicht zurückgebracht hatte und der Kontakt verloren ging. „Ich bin alles andere als ein perfekter Mensch und keine perfekte Mutter“, sagt Block.
Doch die Kinder seien in Hamburg glücklich gewesen.
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