Montag, 12. Oktober 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Kultur

Vor der Landtagswahl in MV: Landesfrauenrat warnt: Weniger Frauen auf Wahllisten in MV

Stern ·
Vor der Landtagswahl in MV: Landesfrauenrat warnt: Weniger Frauen auf Wahllisten in MV

Der Frauenanteil auf den Wahllisten in Mecklenburg-Vorpommern ist gesunken.

Warum der Landesfrauenrat das als Alarmsignal wertet und in welchen Wahlkreisen gar keine Direktkandidatin antritt.

Der Anteil der Frauen an den Kandidaten für den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern ist gesunken - für den Landesfrauenrat ein Alarmsignal. „Diese Entwicklung zeigt, dass wir die Gleichstellung von Frauen und Männern noch lange nicht erreicht haben“, sagte Geschäftsführerin Kathrin Herold der Deutschen Presse-Agentur.

Von den 402 Kandidaten auf den Landeslisten der Parteien sind 124 Frauen.

Das ist ein Anteil von knapp 31 Prozent und ein Prozentpunkt weniger als bei der Landtagswahl 2021.

In drei der 36 Wahlkreise in MV - Hansestadt Rostock II, Mecklenburgische Seenplatte II und Vorpommern-Rügen IV - sind alle Direktkandidaten männlich.

Als Grund für die Entwicklung sieht der Landesfrauenrat unter anderem ein zunehmend antifeministisches und raueres politisches Klima. „Frauen berichten uns häufiger von persönlicher Abwertung, verschärfter Kritik und einer raueren Debattenkultur, in der ihre fachliche Kompetenz überproportional infrage gestellt wird“, sagte die Geschäftsführerin. „Wer mit Sexismus, Anfeindungen und ständiger Rechtfertigung rechnen muss, überlegt sich eine Kandidatur zweimal.“ Frauenrat: Alle Frauen in der Öffentlichkeit betroffen Politikerinnen würden gezielte Einschüchterung erleben, so Herold.

Sie würden kritischer beäugt als ihre männlichen Kollegen und müssten sich häufiger für ihr Handeln öffentlich rechtfertigen.

Auch andere Akteurinnen in Verwaltung und Führungsfunktionen, etwa Beauftragte für Frauenrechte und Gleichstellung, stünden zunehmend unter politischem und gesellschaftlichem Druck.

Der Landesfrauenrat forderte schon 2021 die Parteien auf, mehr Frauen für die Landtagswahl aufzustellen.

Entscheidend sei dabei auch, auf welchen Plätzen die Frauen landeten. „Denn ein hinterer, aussichtsloser Listenplatz ist gleichstellungspolitisch wenig wert - entscheidend ist, ob Frauen auch auf den vorderen, wählbaren Plätzen zu finden sind“, betonte Herold.

In der Aufstellung der Listen zeigten sich deutliche Unterschiede: Einige Parteien hätten Frauen konsequent auf aussichtsreiche Plätze gesetzt, andere platzierten sie eher in der zweiten Reihe. „Das macht deutlich, dass eine paritätische Beteiligung von Frauen offensichtlich nicht überall gleich ernst genommen wird“, sagte Herold.

Es brauche verbindliche Vorgaben, „damit Frauen nicht nur auf dem Papier vertreten sind“.

Eine konsequente paritätische Besetzung findet sich etwa bei den Grünen.

Vollständigen Artikel bei Stern lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

Mehr von Stern

Alle ansehen ›

Mehr in Kultur

Alle ansehen ›