Sonntag Gipfeltreffen bei der DEG - Das Sieg-Geheimnis von Dresdens Bubi-Goalie
Mit zuletzt drei Siegen in Folge haben die Dresdner Eislöwen das Ruder in der DEL2 rumgerissen. Ein entscheidender Faktor war dabei einer, von dem man es vor der Saison wohl am wenigsten erwartete: Bubi-Goalie Marvin Berbner (20).
Durch die Ausfälle von Routinier Janick Schwendener (34/fehlt noch mehrere Wochen verletzt) und Fabian Hegmann (25/wieder fit) kam Berbner nach drei Auftakt-Pleiten zu seiner DEL2-Premiere – seitdem läuft´s plötzlich.
„Marvin reitet gerade auf einer Welle. Das ist sehr gut für ihn und fürs gesamte Team“, freut sich Chefcoach Bo Subr (46). Und verrät Berbners Erfolgsgeheimnis: „Das ist der Lohn für seinen Trainingsfleiß vom ersten Tag an. Er gehört zu den Profis, die am härtesten arbeiten.“
Das hört der gebürtige Mannheimer, der im Sommer 2024 von den Jungadlern nach Dresden wechselte und zunächst im U20-Team zum Einsatz kam, gern. „Ich freue mich über die Chance, für die Eislöwen zu spielen. Drei Siege mit der Mannschaft zu feiern, ist ein richtig schönes Gefühl. Dass ich als junger Torhüter meinen Teil dazu beitragen darf, bedeutet mir viel“, meint Berbner. Bleibt aber schön auf dem Teppich: „Ich sammle mit jedem Einsatz Erfahrungen. Weiß aber auch, dass ich noch viel lernen muss.“
Er selbst begründet seinen Höhenflug so: „Die Jungs unterstützen mich auf dem Eis und mit unserem Torwarttrainer kann ich in Ruhe an meinem Spiel arbeiten. Das gibt mir Sicherheit. Ich möchte mich Schritt für Schritt weiterentwickeln.“ Auch bei den Fans kommt das sehr gut an. Sie haben Berbner schnell zum neuen Liebling gemacht, er wurde jeweils zum besten Spieler des Teams gewählt.
Davon profitiert auch die Abwehrarbeit der Dresdner. „Unser Defensivspiel hat sich definitiv verbessert. Darauf haben wir zuletzt auch mehr Wert gelegt. Auch an Über- und Unterzahlspiel haben wir intensiv gearbeitet“, sagt Bruno Riedl (23). Der Verteidiger versichert: „Unser Start war mit drei Niederlagen nicht perfekt. Wir in der Kabine wissen trotzdem, was wir können. Aber jetzt sind wir nochmal einen Tick gewarnter und wacher.“
Am Sonntag (17 Uhr) kommt es zum ersten echten Gipfeltreffen mit der Düsseldorfer EG. Dann wird die Frage beantwortet, ob die Eislöwen um Shootingstar Berbner ihren Aufwärtstrend auch beim bisher ungeschlagenen Tabellenführer fortsetzen können. „Wir haben da so einige Ideen“, blickt Coach Subr auf den Knaller voraus. Um gleich einzuschränken: „Jetzt ist erstmal ein anderes Spiel im Fokus.“
Denn vor der Kür kommt für den DEL -Absteiger sozusagen die Pflicht: Mit den Blue Devils Weiden kreuzt am Freitag (19.30 Uhr) der Tabellen-Dreizehnte in der Dresdner Joynext Arena auf, der in dieser Saison erst einmal gewinnen konnte. Klar, dass die Eislöwen ihrer Favoritenrolle gerecht werden und den vierten Dreier am Stück einfahren wollen.
Viel Rückenwind soll dabei der 5:2-Sieg zuletzt in Landshut geben. „Das war über die gesamten 60 Minuten gesehen unser bisher bestes Saisonspiel“, erklärt Subr. „Wir waren mit und ohne Puck sehr gut. Das müssen wir in die nächsten Spiele mitnehmen, dürfen uns nicht darauf ausruhen.
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