HFC-Routinier Benyamina - Eklig-Ansage an Schalke
Wer gedacht hat, HFC-Trainer Robert Schröder (38) lässt seine Stammkräfte im Test gegen Eilenburg am Donnerstag Selbstvertrauen für den Pokalkracher gegen Schalke 04 am Montag (20.45 Uhr/ARD, Sky) tanken, der sah sich getäuscht.
Beim 4:0 gegen den Regionalliga-Absteiger durfte fast ausschließlich die zweite Garde und die A-Jugend ran. Leistungsträger wie Stürmer Soufian Benyamina (36) wurden geschont. Der Routinier ist lange genug im Geschäft und weiß genau, worauf es gegen den Bundesliga-Rückkehrer ankommt. Benyamina: „Wir müssen einfach eklig sein. Und auf jeden Fall gehört gut verteidigen dazu. Sie müssen einen schlechten Tag und wir einen überragenden Tag erwischen. Und dann brauchen wir auch ein bisschen Glück.“
Als Einziger im Kader des Halleschen FC kennt Benyamina das Gefühl, Königsblau zu schlagen. Im Dezember 2012 feierte der Angreifer mit dem VfB Stuttgart unter Bruno Labbadia beim 3:1 gegen Schalke sein Bundesliga-Debüt. „Es ist schon lange her, aber es war auf jeden Fall ein geiles Erlebnis. Ich wurde relativ spät für Ibisevic eingewechselt, der alle drei Tore geschossen hat. Das bleibt definitiv in Erinnerung.“
Ein unvergesslicher Tag soll es nun auch unter Flutlicht in Halles Wohnzimmer werden. Es ist die Chance, den schwachen Saisonstart mit nur einem Sieg aus fünf Spielen für einen Abend auszublenden. Coach Schröder kommt das gelegen: „Wir können in diesem Spiel nur gewinnen. Gegen einen Bundesligisten setzt man auch nochmal zusätzliche Reserven frei. Wir müssen als Mannschaft über uns hinauswachsen und gemeinsam mit den Fans ein absolutes Feuerwerk abbrennen.“
Die Sehnsucht nach der 2. Pokalrunde in Halle ist gewaltig. Vor zehn Jahren nahm der HFC letztmals die Auftakthürde. Damals wurde Kaiserslautern mit 4:3 nach Verlängerung bezwungen. In den vergangenen vier Anläufen war dagegen jeweils nach Runde eins Schluss.
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