Satellitenbilder zeigen - So schnell wächst Putins tödlichste Drohnen-Fabrik
Jelabuga (Russland) – Putin baut seine Drohnen-Festung aus: Satellitenbilder enthüllen die massive Erweiterung der Fabrik in Jelabuga. Auf dem Gelände in Tatarstan entstehen neue Produktionsstätten, Lager und Verkehrswege. Nach BILD-Auswertung umfasst der Ausbau mittlerweile mehr als 1000 Hektar. Ein Schutzgürtel soll verhindern, dass ukrainische Drohnen die wichtige Rüstungsanlage treffen.
In der Fabrik werden Drohnen der russischen Geran-Serie gefertigt, die auf den iranisch entwickelten Shahed-Drohnen basieren. Russland setzt sie regelmäßig für Angriffe auf die Ukraine ein. Und die Produktion läuft auf Hochtouren: Eine Analyse des US-Thinktanks CSIS vom März bezifferte die gemeldete Produktion in Jelabuga auf mehr als 5500 Drohnen pro Monat.
Für August plante Russland nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes sogar die Herstellung von 11.000 Angriffsdrohnen verschiedener Geran‑Modelle. Das Problem: Für die Massenproduktion braucht Russland immer mehr Arbeiter. Über Jelabuga Polytech werden inzwischen sogar Jugendliche für die Arbeit auf dem Gelände ausgebildet.
Seit August wirbt Jelabuga sogar um junge Arbeiter aus den russisch besetzten Gebieten der Ukraine. Gleichzeitig wirbt das Programm „Jelabuga Start“ um junge Frauen aus dem Ausland – unter dem Vorwand, dass sie in Russland studieren können. Tatsächlich werden sie aber nur als billige Fabrikarbeiterinnen angestellt. Großbritannien verhängte deshalb bereits im Mai Sanktionen gegen mehrere beteiligte Personen und Organisationen.
Gleichzeitig rüstet Russland die Drohnen-Fabrik gegen ukrainische Drohnenangriffe. Rund um die zentralen Produktionsbereiche entstehen zwei Ringe aus Türmen. Nach einer Satellitenbild-Auswertung des Institute for Science and International Security (ISIS) könnten zwischen ihnen Metallnetze gespannt werden, um Angriffsdrohnen von den Hallen fernzuhalten. Zusätzlich wurden rund um Jelabuga mehrere Luftabwehrstellungen errichtet.
Der Schutzring soll sichern, dass die Produktion weiterläuft – mit tödlichen Folgen für die Ukraine. Erst am Mittwoch schlugen in der Hauptstadt Kiew mitten am Tag russische Geran-Drohnen ein. Getroffen wurden unter anderem die Universität, ein sechsstöckiges Wohnhaus und eine medizinische Einrichtung. Als die Drohne die Universität traf, saßen rund 160 Studenten im Schutzraum. Elf Menschen erlitten Verletzungen.
Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.