Mordprozess: Tödlicher Angriff auf eigene Familie? – Mann will aussagen
Es war eine schreckliche Tat: Ein 49-Jähriger soll in Barsinghausen bei Hannover seine Frau getötet und seine damals 13-jährige Tochter lebensgefährlich verletzt haben.
Was nun vor Gericht geschieht.
Nach dem gewaltsamen Tod einer Mutter von fünf Kindern in der Region Hannover hat ihr tatverdächtiger Ehemann zum Prozessauftakt angekündigt, sich äußern zu wollen.
Der 49-Jährige mit afghanischer Staatsangehörigkeit werde auch Fragen beantworten, sagte sein Anwalt Gerd Schwarz im Landgericht Hannover.
Dafür solle allerdings ein Sachverständiger dabei sein, kündigte die Vorsitzende Richterin Bernadette Pape an.
Das werde beim nächsten Verhandlungstermin am 9.
Oktober der Fall sein.
Laut Anklage soll der 49-Jährige, getrieben von einem „massiv verletzten Ehrgefühl“, am 23.
März in Barsinghausen seine schlafende Ehefrau mit fünf Hammerschlägen auf den Kopf getötet und seine Tochter lebensgefährlich verletzt haben.
Er soll den Hinterkopf der 38-Jährigen zertrümmert haben – sie erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und schwere Blutungen.
Als die damals 13-Jährige nach der Mutter sehen wollte, habe er verhindern wollen, dass sie die Tat aufdeckte – er soll ihr mit einem Cuttermesser Verletzungen am Hals zugefügt und mit dem Hammer auf ihren Kopf geschlagen haben.
Das Mädchen erlitt eine Trümmerfraktur, inzwischen sei ihr Zustand „stabiler“, sagte die Staatsanwältin.
Der zwei Jahre ältere Bruder wählte schließlich den Notruf.
Einsatzkräfte fanden den 49-Jährigen vor dem Einfamilienhaus und nahmen ihn widerstandslos fest.
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