Verkehr: Diese Bahnstrecken werden vorerst nicht reaktiviert
Elf stillgelegte Bahnstrecken sollen auch künftig vorerst nicht wieder in Betrieb genommen werden.
Welche Strecken sind betroffen? Und was sagt das Verkehrsministerium dazu? Ein Überblick.
Insgesamt elf stillgelegte Schienenstrecken in Baden-Württemberg sollen auch in Zukunft vorerst nicht reaktiviert werden.
Wie das Verkehrsministerium mitteilte, sei das Konzept zur Reaktivierung von Bahnstrecken angesichts der veränderten finanziellen Rahmenbedingungen überarbeitet und auf eine verlässliche Grundlage gestellt worden.
12 Schienenstrecken sollen den Angaben zufolge reaktiviert werden.
Während manche von ihnen bereits in Betrieb sind, wird an anderen noch gebaut oder die Planung hierfür ist bereits gestartet.
Ein Überblick.
Folgenden Strecken sollen zunächst nicht wieder reaktiviert werden zwischen Breisach (Breisgau-Hochschwarzwald) und dem französischen Colmarzwischen Heilbronn (gleichnamiger Landkreis) und Marbach am Neckar ( Landkreis Ludwigsburg ) (Bottwartalbahn)zwischen Kirchheim am Neckar (Landkreis Ludwigsburg) und Weilheim (Landkreis Waldshut) (Kleine Teckbahn)zwischen Meßkirch und Mengen (beides Landkreis Sigmaringen) (zweite Etappe der Ablachtalbahn)zwischen Göppingen und Bad Boll (beides Landkreis Göppingen (Bollerbahn)zwischen Maulbronn West und Stadt (Enzkreis)zwischen Singen (Landkreis Konstanz) und Ramsen (Landkreis Tuttlingen) (Etzwiler Bahn)zwischen Balingen (Zollernalbkreis) und Rottweil (gleichnamiger Landkreis)zwischen Leutkirch und Isny im Allgäu (Landkreis Ravensburg), zwischen Eyach (Eutingen im Gäu im Landkreis Freudenstadt) und Hechingen (Zollernalbkreis) (Eyachtalbahn) und zwischen Gammertingen (Landkreis Sigmaringen) und Engstingen (Landkreis Reutlingen) sowie Engstingen und Münsingen (ebenfalls Landkreis Reutlingen) (Schwäbische Albbahn) „Das muss keine Absage für immer sein“, sagte Baden-Württembergs Verkehrsministerin Nicole Razavi (CDU).
Nach fünf Jahren würden die Projekte einer erneuten Bewertung unterzogen. „Sollten sich zwischenzeitlich neue Initiativen für Reaktivierungsvorhaben ergeben, können diese dann ebenfalls bewertet werden - immer natürlich auch vor dem Hintergrund unserer finanziellen Möglichkeiten.“ Stilllegung von Schienenstrecken aus heutiger Sicht ein Fehler Die Finanzierungssituation des Schienenpersonennahverkehrs habe sich gravierend verschlechtert. „Die Regionalisierungsmittel des Bundes sind nicht mehr auskömmlich“, erklärte Razavi.
Zusätzlich werde der Nahverkehr auf der Schiene durch Trassenpreiserhöhungen infolge eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs massiv belastet.
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