Opern-Traumpaar privat - „Zu Hause gewinnt die Sopranistin. Immer!“
Berlin – Zwei der größten Klassikstars gastieren derzeit in der Staatsoper Unter den Linden. Sonya Yoncheva (44) singt ab dem 26. September die Titelrolle in Gaspare Spontinis „La Vestale“, ihr Mann Domingo Hindoyan (46) dirigiert Verdis „Rigoletto“. Zu Hause herrschen klare Machtverhältnisse.
Hindoyan, Chefdirigent des Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, kann vor hundert Musikern stehen und sie überzeugen, ihm zu folgen. Zu Hause sei das schwieriger. „Dann stelle ich fest, dass dieser Taktstock dort keine Autorität besitzt“, sagt er und lacht. „Die Sopranistin gewinnt. Immer.“
Seit 2014 sind die Bulgarin und der Venezolaner verheiratet und haben mit Sohn Mateo (11) und Tochter Sophia (6) zwei Kinder. Im exklusiven BILD-Doppelinterview erzählen sie von einem Leben zwischen den größten Opernhäusern der Welt und ihrem Familienalltag.
Kennengelernt haben sie sich 2009 in Genf. Hindoyan dirigierte Yonchevas Abschlussprüfung an der Musikhochschule. Danach verloren sie sich aus den Augen. Fünf Jahre lang. Bis zu einem Wiedersehen in Berlin . „Dort begann unsere gemeinsame Geschichte ganz offiziell“, erzählt sie.
Auch nach zwölf Ehejahren sprechen beide mit Bewunderung über den anderen. Die Sopranistin beschreibt ihren Mann als leidenschaftlich, sensibel und voller Aufrichtigkeit. Hindoyan schwärmt von Yonchevas Mut und ihrem Instinkt. Auf der Bühne könne sie Risiken eingehen, einer Emotion folgen und zugleich die Kontrolle über Stimme und Musik behalten.
Ehrlichkeit gehört zu ihrer Ehe . „Wir sind beide die größten Fans des anderen“, sagt Yoncheva. Wenn ihr etwas nicht gefalle, spreche sie es an. Mal vorsichtig, mal direkt. „Er macht es mit mir genauso.“ Hindoyan schätzt das. Es gebe auch Momente, in denen keine Analyse gefragt sei. „Manchmal braucht man einfach nur den Partner, der sagt: ‚Es war großartig, und jetzt komm nach Hause!‘“
Dabei dreht sich das Leben der Familie nicht nur um Opernrollen und Dirigentenpulte. „Die meiste Zeit sind wir einfach nur eine Familie“, sagt Hindoyan. Schule, Hausaufgaben, Sport, Freunde, Kochen und der Garten bestimmten den Alltag deutlich stärker als Premieren.
Für die Kinder sind ihre berühmten Eltern keine Stars. „Für sie sind wir einfach Mama und Papa“, sagt Hindoyan. Musik gehört trotzdem zum Familienleben. Yoncheva bringt ihrem Nachwuchs derzeit Caccinis „Ave Maria“ bei, Hindoyan singt Kinderlieder aus seiner Heimat.
Über die größere Herausforderung muss Yoncheva nicht lange nachdenken. „In letzter Zeit war die Arbeit entspannter als der Wirbelsturm unseres Familienlebens. Auf der Bühne zu stehen, ist eine Erholung, fast wie Urlaub.“ Ihr Mann widerspricht nicht.
Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild Unterhaltung.