Stellenabbau in der Autoindustrie: Mercedes war ihre Familie. Jetzt ist sie raus und bereut nichts
Im August ist die Volkshochschule Unteres Remstal, Zweigstelle Weinstadt, ein ruhiger Ort. Fachbereichsleiter Markus Paule hat an diesem Morgen sogar Zeit für eine technische Bastelei. Nicht, dass sie unbedingt nötig gewesen wäre. Es war ihm aber ein Anliegen, dass der einzige Besucher des Tages auf dem Willkommensbildschirm am Eingang mit Namen begrüßt wird. Solche Dinge muss er nun selbst machen. Früher, als er noch Abteilungsleiter bei Mercedes war, da gab es eine Sekretärin, die das meist für ihn erledigte.
Das ist vorbei. 35 Mercedes-Jahre. Heute ist Markus Paule für den Kurskatalog der VHS verantwortlich, prüft Budgets, organisiert die Kursleiter. Auf seinem Schreibtisch nimmt Mercedes aber noch reichlich Platz ein. Ein Mini-Van, ein Mini-Ölfass, ein Gruppenfoto von einer Leadership-Schulung im schweizerischen Lausanne. Geschenke ehemaliger Kollegen.
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