Auch Deutschland betroffen: Kinder-Impfquoten in vielen EU-Ländern rückläufig
Die Corona-Pandemie hat das Vertrauen vieler Bürger in Impfungen erschüttert. Das legt eine Studie nahe, die für viele EU-Länder sinkende Kinder-Immunisierungen verzeichnet. Deutschland gehört zu den stärker betroffenen Ländern.
Nach jahrzehntelangen Verbesserungen zeigten die Quoten bei Kinderimpfungen einer Studie zufolge in vielen EU-Ländern zuletzt überwiegend stagnierende oder rückläufige Trends. Von dieser besorgniserregenden Entwicklung sei auch Deutschland betroffen, berichtet ein Expertenteam im Fachjournal "The Lancet Regional Health - Europe". Die Studie war allerdings nicht darauf ausgelegt, die Ursachen zu klären. Vielfach begann der Rückgang zwischen 2019 und 2022, also während der Corona-Pandemie und in der Zeit danach. Als mögliche Faktoren werden unter anderem Fehlinformationen und Veränderungen im Vertrauen in Impfstoffe genannt.
Impfungen zählten zu den wirksamsten Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, heißt es in der Studie. Rückläufige Impfraten stellten eine ernsthafte Bedrohung für die öffentliche Gesundheit dar. Zunehmende Impfskepsis habe in der EU bereits zum Wiederauftreten vermeidbarer Krankheiten geführt.
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