Absurder Gender-Vorschlag - Juristen wollen den „Vater“ abschaffen
Berlin – Darf man „Vater“ noch sagen? Eine Initiative von Juristen stellt genau das in Frage. Sie empfiehlt in einem neuen Leitfaden für wissenschaftliche Arbeiten einen „sensibleren“ Sprachgebrauch. Die Folge: Zahlreiche alltägliche Begriffe sollen ersetzt oder zumindest kritisch hinterfragt werden. Auch „Mutter“ und „Vater“ gilt nicht mehr als unproblematisch. In dem Glossar der „Initiative offene Rechtswissenschaft“ heißt es, der Begriff sollte je nach Situation verwendet werden. Je nach Zusammenhang könne stattdessen von einem „Elternteil“ gesprochen werden.
Doch damit nicht genug. Der Ratgeber listet laut der „FAZ“ zahlreiche weitere Begriffe auf, die nach Ansicht der Autoren diskriminierend, stigmatisierend oder zumindest problematisch sein könnten. So soll aus dem „Analphabeten“ ein „gering literalisierter Mensch“ werden. Der Begriff „Ausländer“ werde häufig abwertend verwendet und solle daher möglichst vermieden werden. Stattdessen werden Formulierungen wie „Person mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit“ vorgeschlagen.
Auch der Begriff „Behinderter“ wird kritisch gesehen. Empfohlen wird die Formulierung „Mensch mit Behinderung“, weil damit die Person und nicht die Einschränkung im Mittelpunkt stehe. Besonders auffällig sind einige institutionelle und juristische Begriffe. So wird aus dem „V-Mann“ eine „V-Person“, aus dem „Verfassungsgeber“ die „verfassungsgebende Gewalt“ und aus dem „Täter“ die „Täterschaft“. Sogar die „Ausländerbehörde“ taucht im Glossar auf. Als Alternative wird dort ein „Welcome Center“ genannt.
Die Autoren betonen laut der „FAZ“, dass ihr Verzeichnis ein „lebendiges Glossar“ sei, das ständig erweitert werden könne. Ziel sei es, problematische Begriffe zu sammeln und alternative Formulierungen vorzuschlagen.
Kritiker dürften sich dagegen bestätigt fühlen. Sie werfen Gender-Aktivisten seit Jahren vor, einfaches und allgemein verständliches Deutsch durch komplizierte Sprachkonstruktionen zu ersetzen. Der Sprachwissenschaftler Helmut Glück (77) bezeichnet in „Forschung & Lehre“ das Gendern als „wissenschaftsfremder Übergriff auf die deutsche Sprache“.
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