Landesparteitag: Grüne in Bayern: Regierungspläne trotz Umfrageflaute
Auf ihrem Parteitag in Landshut wollen die Grünen über Inhalte sprechen.
Energie, AfD-Verbot, Enteignung, digitale Gewalt.
Doch wohin steuert die Partei knapp zwei Jahre vor der Wahl? Verglichen mit früheren Jahren befinden sich Bayerns Grüne derzeit eher wieder im politischen Niemandsland.
Abgesehen von einem „Ausrutscher nach oben“ mit 15 Prozent dümpelt die Partei in Umfragen mit Werten um 13 Prozent fernab einstiger Rekordzahlen von zeitweise mehr als 20 Prozent.
Für die Chefin der Landtagsfraktion, Katharina Schulze, ist das aber kein Grund zum Verdruss.
Die zweifache Mutter hat längst die Landtagswahl 2028 im Blick - hier will sie zum dritten Mal in Folge als Spitzenkandidatin ins Rennen gehen.
Und nicht nur das: „Mein Ziel ist klar: In Bayern Verantwortung übernehmen“, schraubt sie vor dem Landesparteitag in Landshut die Messlatte für eine erfolgreiche Wahl auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur erstaunlich hoch. „Wir schützen unsere kostbare Natur und unser Leben in Sicherheit und Freiheit.
Und gleichzeitig wollen wir das Leben in Bayern leichter und bezahlbarer machen.
All das geht am besten in der Regierung“, sagt sie.
Bayern könne sich keinen weiteren Stillstand unter CSU und Freien Wählern mehr leisten.
Chancen für grüne Regierungsbeteiligung sind nicht hoch Doch ist eine grüne Regierungsbeteiligung in Bayern überhaupt realistisch? Zwei Jahre vor der nächsten Wahl kann dies zwar niemand final beantworten, gleichwohl muss man konstatieren, dass die Wahrscheinlichkeit dafür eher gering ist.
Das liegt zuallererst an der CSU und ihrem Parteichef Markus Söder .
Der verzichtet zwar seit Monaten auf seine Dauerschimpf-Tiraden gegen alles Grüne und hat im neuen Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause einen Politiker gefunden, mit dem er mal kickert oder gar Achterbahn fährt - inhaltlich liegen zwischen den Grünen und der CSU abseits des Traums der Olympischen Spiele in München in ferner Zukunft aber weiter Welten.
Verhältnis zwischen Söder und Schulze gilt als belastet Zudem hat Söder nie einen Hehl daraus gemacht, dass gerade auch sein persönliches Verhältnis zu Schulze alles andere als einfach ist.
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