74. Verhandlungstag: Nebenklage: Blocks Aussage „höchst abenteuerlich“
Traf sich Christina Block kurz vor der Entführung zum Jahreswechsel 2023/24 mit den maskierten Tätern? Diese Frage bestimmt auch den Endspurt des Prozesses.
Es fallen scharfe Worte.
Bei einem Schlagabtausch um ein angebliches Treffen der Angeklagten Christina Block mit den mutmaßlichen Entführern ihrer Kinder haben die Anwälte im Prozess scharfe Worte gewählt.
Die Unternehmerin hatte in einer langen Erklärung vor dem Landgericht Hamburg erneut bestritten, kurz vor der Silvesternacht 2023/24 in einem Konferenzraum mit dem maskierten Team gesprochen zu haben.
Sie habe nichts von den Plänen gewusst.
Die Nebenklage bezeichnete Blocks Aussage als „höchst abenteuerlich“.
Das Treffen am 28.
Dezember sei eindeutig bewiesen, sagte Anwalt Philip von der Meden, der Blocks Ex-Mann Stephan Hensel vertritt.
Komplexe Vorgeschichte Der Vater hatte den Jungen und das Mädchen im August 2021 nach einem Wochenendbesuch nicht zur Mutter zurückgebracht hatte.
Christina Block hatte danach zweieinhalb Jahre lang keinen Kontakt zu ihnen.
In einem langen Sorgerechtsstreit machten sich die zerstrittenen Eltern gegenseitig heftige Vorwürfe.
Die Anklage wirft ihr vor, eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, den damals zehnjährigen Sohn und die 13 Jahre alte Tochter nach Deutschland zu entführen.
Die 53-Jährige bestreitet das.
Die Hauptangeklagte hatte in ihrer neuen Erklärung wieder ihre Unschuld beteuert.
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