RKI-Schätzung: Tödliche Hitze: Bislang mehr als 3.600 Menschen gestorben
In Baden-Württemberg sollen bislang mehr als 3.600 Menschen durch Hitze gestorben sein – mehr als in jedem anderen Bundesland.
Welche Gruppe besonders betroffen ist und wie die Zahlen zusammenkommen.
Die teils extreme Hitze dieses Sommers hat in Baden-Württemberg mehr Menschen das Leben gekostet als in jedem anderen Bundesland: Einschließlich der extremen Hitzewelle Ende Juni und Anfang August geht das Robert Koch-Institut ( RKI ) von mehr als 3.600 hitzebedingten Sterbefällen allein im Südwesten aus.
Damit kommen in Baden-Württemberg im laufenden Jahr 32 hitzebedingte Todesfälle auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Besonders ältere Menschen sind betroffen.
Jeder zweite Hitzetote starb nach den Zahlen des RKI seit Mitte Juli, als die Temperaturen vor allem in den ersten zwei Augustwochen noch einmal besonders gestiegen sind.
Laut RKI lag die Zahl der Hitzetoten bis zum 19.
Juli noch bei 1870 Menschen, sie hat sich seither verdoppelt.
Der Bericht betrachtet den Zeitraum vom 6.
April bis zum 16.
August.
Höchstwert der vergangenen mindestens zehn Jahre Dieses Jahr sind damit wesentlich mehr Menschen in Baden-Württemberg an Hitze gestorben als in den vergangenen mindestens zehn Jahren.
Im ebenfalls sehr heißen und trockenen Jahr 2018 verzeichnete das RKI im Südwesten 1.460 Hitzetote, ein Jahr später wurde ihre Zahl auf 1.160 geschätzt.
Die Zahlen zu den vergangenen Jahren variieren im Vergleich zu früheren RKI-Angaben.
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