Nach Lambo-Protzfahrt durch Berlin - Polizei ermittelt gegen XXL-Gastronom „Redo“
Berlin – Stolz wollte er seinen Fans den brandneuen Lamborghini Revuelto für 800.000 Euro präsentieren. Seine Hunderttausenden, meist jungen Follower hatte Social-Media-Superstar René „Redo“ Dost (57) aus Berlin eingeladen, ihn in seinem neuen Sportwagen auf dem Berliner Ku’damm zu bewundern. Doch die Fahrt eskalierte! Rufe nach Security. Eine junge Frau (20) wurde verletzt. Jetzt ermittelt die Polizei unter anderem wegen Fahrerflucht.
„Sonntag um 14 Uhr cruise ich auf dem Kurfürstendamm immer hoch und runter“, hatte der XXL-Gastronom (betreibt 19 Restaurants , ein Hotel und 17 GmbHs) am Wochenende im Netz angekündigt. Er wollte allen seinen neuen Luxusflitzer zeigen. Redo: „Sagt all euren Freunden Bescheid. Ich freue mich, euch zu sehen, und will ein bisschen was zurückgeben. Ich hoffe, der ganze Kurfürstendamm wird voll.“
Und das wurde er! Nach seiner Fahrt teilte der Influencer Videos, wie Massen junger Fans seinen Lamborghini umzingeln. Er hupt, bittet Fans um Abstand und sagt am Handy: „Ich brauche ganz dringend Security. JETZT!“ Doch damit nicht genug: Seine Fans drängen sich auf die Fahrbahn, Dost will weiterfahren und überrollt den Fuß einer jungen Frau.
Ein Polizist erscheint am Seitenfenster und erklärt: „Sie sind gerade einem Mädchen über den Fuß gefahren. Die ist jetzt verletzt. Das bedeutet, wir müssen jetzt einen Verkehrsunfall aufnehmen. Sie sind Betroffener einer Straftat, das ist eine fahrlässige Körperverletzung.“ Der Gastronom will das nicht mitbekommen haben. Ermittelt wird gegen ihn trotzdem: Wie die „Berliner Morgenpost“ berichtet, musste die 20‑Jährige ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden. Es stehen die Straftatbestände der fahrlässigen Körperverletzung und der Fahrerflucht im Raum.
Bei ihren Ermittlungen gehe es um die Profilierungsfahrt und das „unnötige Fahrverhalten“ von Dost, so die Zeitung. Der Gastronom hatte mehrere Runden am Ku’damm gedreht. Jetzt könnte sich die PR-Fahrt auf seine Fahrerlaubnis auswirken. Auf seinen Kanälen resümierte Redo: „Das wird es auf jeden Fall nie wieder geben. War auch nicht meine Absicht, dass das so wird. Einfach scheiße.“ Die Anschaffung war für ihn eigentlich das Ergebnis jahrelanger Arbeit, wie er BILD erklärt hatte: „Er ist ein Symbol. Für 35 Jahre harte Arbeit. Für viel Verzicht.“
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