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Kultur

Tausende Mexikaner protestieren gegen Gewalt durch Drogenbanden

Stern ·
Tausende Mexikaner protestieren gegen Gewalt durch Drogenbanden

Im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa haben tausende Menschen ein Ende der Gewalt durch zwei rivalisierende Splittergruppen des berüchtigten Sinaloa-Drogenkartells gefordert.

Die in weiß gekleideten Demonstranten ließen in der Stadt Culiacán am Sonntag (Ortszeit) tausende Luftballons in den Himmel steigen, bevor sie zur Kathedrale der Hauptstadt des Bundesstaates zogen.

In der Stadt, die als gefährlichste von ganz Mexiko gilt, sind in den vergangenen zwei Jahren mehr als 3000 Menschen im Drogenkrieg getötet worden, darunter viele unbeteiligte Zivilisten.

Seit September 2024 bekämpfen sich in Sinaloa zwei kriminelle Splittergruppen des Sinaloa-Drogenkartells, die entweder loyal zur Familie von Joaquin „El Chapo“ Guzman oder zu Ismael „El Mayo“ Zambada stehen.

Seither gehören Schießereien und Straßenblockaden dort zum Alltag.

Vor wenigen Tagen wurde ein einjähriges Kleinkind durch eine verirrte Kugel getötet, die örtliche Wirtschaft liegt am Boden.

Obwohl die Regierung von Präsidentin Claudia Sheinbaum tausende Soldaten in den Bundesstaat entsandte, ist die Gewalt bislang kaum zurückgegangen.

Organisiert hatten den Protestzug am Sonntag die katholische Kirche gemeinsam mit führenden Wirtschaftsvertretern und Familien von vermissten Menschen.

Die etwa zehntausend Demonstranten skandierten Slogans wie „Wir wollen Frieden“.

Bischof Jesús José Herrera rief die Bandenmitglieder auf, die Gewalt zu beenden. „Kein Gebiet und kein Anspruch ist mehr wert als das Leben eines Menschen“, mahnte er.

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