Zwischenfall in der Normandie: Tödliche Fahrt in Menschenmenge in Caen: Kein Terrorverdacht
In der Normandie rast am späten Abend ein Autofahrer in eine Menschengruppe - nach Einschätzung der Behörden absichtlich.
Sein Motiv ist noch unklar.
Die Behörden werten die tödliche Fahrt eines Autofahrers in eine Menschenmenge in der nordfranzösischen Stadt Caen bislang nicht als Terrorakt. „Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir nicht von einem terroristischen Motiv aus, aber die Ermittlungen haben gerade erst begonnen“, sagte der stellvertretende Staatsanwalt von Caen, Philippe Leonardo, in der Nacht auf Donnerstag vor Journalisten.
Der mutmaßliche Fahrer befinde sich in Gewahrsam, teilte der Präfekt des Départements Calvados, David Clavière, mit.
Es handle sich um einen 26-jährigen Mann russischer Herkunft.
Er sei den Geheimdiensten nicht bekannt, der Polizei jedoch wegen Verkehrsdelikten.
Er sei am späten Mittwochabend „absichtlich“ in die Menschengruppe gerast, betonte Clavière.
Erst ein Streit, dann die Todesfahrt Nach übereinstimmenden Medienberichten war dem Vorfall an einer Bushaltestelle in der Nähe des Bahnhofs ein Streit vorausgegangen.
Mindestens eine Person kam nach Angaben des Präfekten ums Leben.
Zehn Menschen seien verletzt worden, sieben von ihnen schwebten in Lebensgefahr.
Die Stadt Caen mit rund 110.000 Einwohnern liegt in der Normandie nahe der Atlantikküste.
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