Epstein-Affäre: Frankreich wegen verzögerter Ermittlungen verklagt
Wegen zögerlicher Ermittlungen im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre hat das ehemalige Model Ebba Karlsson den französischen Staat verklagt.
Karlsson wirft der französischen Justiz „grobe Fahrlässigkeit“ vor, weil diese den französischen Modelagenten Daniel Siad nicht verhört hat, dem sie Vergewaltigung vorwirft.
Die Klage wurde am 21.
August eingereicht, wie AFP am Mittwoch erfuhr.
Der mutmaßliche Helfer des US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein war im Juli in der Nähe von Paris tot aufgefunden worden.
Karlssons Anwälte sprechen von schuldhaftem Unterlassen, da Siad weder festgenommen noch angehört worden war.
Sie fordern 50.000 Euro Schadensersatz für ihre Mandantin.
Die Schwedin hatte Anfang des Jahres Anzeige gegen Siad erstattet.
Nach eigener Aussage hatte sie ihn auf einem Foto in den Epstein -Akten wiedererkannt.
Karlsson warf ihm vor, sie in den 90er Jahren in Frankreich vergewaltigt zu haben.
Siad wies die Vorwürfe zurück.
Die Pariser Staatsanwaltschaft erklärte nach Siads Tod, eine von ihr angeordnete Telefonüberwachunghabe keinen Anlass geboten, den Modelagenten sofort festzunehmen.
Eine Vereinigung potenzieller Epstein-Opfer reichte ebenfalls Klage gegen den französischen Staat ein.
Sie teile die „Wut aller Opfer“, betonte die Gruppe „Innocence en danger“.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.