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Attacken auf Ozon-Lagerhäuser - Jetzt brennt auch der Rivale des Russen-Amazon

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Attacken auf Ozon-Lagerhäuser - Jetzt brennt auch der Rivale des Russen-Amazon

Moskau (Russland) – Die Ukraine weitet ihren Drohnen-Krieg gegen Russlands Online-Handelsriesen aus! Nach einer Serie von Angriffen auf den Marktführer Wildberries ist jetzt auch der zweitgrößte russische Online-Händler Ozon ins Visier geraten. Gleich mehrere Logistikzentren des Konzerns wurden nach Angaben des Unternehmens attackiert. Die Aktie des Unternehmens brach infolge der Angriffe zwischenzeitlich um mehr als 20 Prozent ein.

Besonders heftig traf es ein Warenlager in Machatschkala in der russischen Teilrepublik Dagestan. Dort brach nach Angaben von Ozon nach einem Drohnenangriff ein Feuer aus. Mehrere Menschen seien verletzt worden. Ihr Leben sei nach bisherigen Erkenntnissen jedoch nicht in Gefahr. Der Betrieb wurde gestoppt. Auf Videos, die in den sozialen Medien kursieren, sind Mitarbeiter auf dem Vorplatz des Lagers zu sehen, während eine Drohne einschlägt.

Auch ein Ozon-Logistikzentrum in der autonomen Republik Adygeja im Nordkaukasus brannte, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete. Es war erst im Oktober 2025 eröffnet worden. Allein dort lagerten 10 Millionen Artikel. In der südrussischen Region Krasnodar brach nach Unternehmensangaben ein Großbrand am dortigen Standort aus. Das Personal sei rechtzeitig evakuiert worden, Verletzte gebe es dort nicht.

Aus Angst vor weiteren Attacken waren in der Nacht zudem weitere Ozon-Warenlager im Süden Russlands geräumt worden: in Adygeysk (Republik Adygeja) sowie in Newinnomyssk in der Region Stawropol.

Bemerkenswert: Das ukrainische Verteidigungsministerium hatte die Angriffe zuvor schon angekündigt. „Nachdem ukrainische Einheiten die 15 größten Logistikzentren von Wildberries getroffen haben, ist nun Ozon an der Reihe“, erklärte das Ministerium am Wochenende. Ozon und Wildberries dominieren den boomenden russischen Online-Handel und werden häufig als russische Antwort auf den US-Riesen Amazon genannt.

Kiew begründet die Attacken damit, dass über die Logistikstrukturen der Unternehmen auch Lieferungen für das russische Militär abgewickelt würden. Die Ukraine betrachtet die Warenzentren deshalb als legitime militärische Ziele. Schon seit Mitte Juli fliegen ukrainische Drohnen immer wieder Angriffe auf Lagerhallen von Wildberries in verschiedenen Regionen Russlands und auf der annektierten Krim. Dabei entstanden teils erhebliche Schäden.

Mit den jüngsten Attacken auf Ozon zeigt die Ukraine, dass sie ihre Angriffe auf die russische Logistik-Infrastruktur weiter ausweitet. Für Moskau wird der Drohnen-Krieg damit zunehmend auch zum Problem für den zivilen Handel.

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