Stolperfalle DFB-Pokal - Viertliga-Coach besiegte Dresden schon dreimal!
Dynamo Dresden muss am Sonntag (15.30 Uhr) im DFB-Pokal bei Westfalia Rhynern ran. Ein Blick auf den Kader des Regionalliga-Aufsteigers verrät: Der mit Abstand bekannteste Mann steht mit Ex-Profi Marco Stiepermann (35) an der Seitenlinie.
Seit diesem Sommer ist der einstige Mittelfeldmann Cheftrainer in Rhynern, soll den Verein aus dem gleichnamigen Stadtteil von Hamm zum Klassenerhalt führen und in der vierthöchsten Liga etablieren. Wie man Erfolge feiert, weiß er nur zu gut: Mit Borussia Dortmund wurde er Deutscher Meister, in England stieg er mit Norwich City in die Premier League auf.
Interessant: Stiepermann kennt sich mit Dynamo bestens aus. Schon zehn Mal spielte er mit Alemannia Aachen, Energie Cottbus, dem VfL Bochum und dem SC Paderborn gegen die Sportgemeinschaft. Die Bilanz ist mit je drei Siegen und Niederlagen sowie vier Unentschieden ausgeglichen. Oder anders gesagt: Stiepermann weiß, wie man Dresden schlägt.
In der Regionalliga West ist Stiepermann mit der Westfalia nach drei Spieltagen noch ungeschlagen (zwei Siege, ein Remis). Klar, dass er insgeheim hofft, gegen den haushohen Favoriten eine Runde weiterzukommen. „Wir haben eher gegen Dynamo Dresden eine Chance, als wenn Bayern München zu uns kommen würde“, sagt Stiepermann.
„Da würde ich mitgehen“, gibt ihm Dynamo-Coach Thomas Stamm Recht. „Rein mathematisch ist die Wahrscheinlichkeit höher, gegen uns eine Runde weiterzukommen, als gegen die beste Mannschaft Deutschlands. Es wurde schon oft gezeigt, dass ein unterklassiger Gegner so ein Spiel für sich entscheidet.“
Stamm stellt klar: „Es liegt an uns, die Wahrscheinlichkeit gering zu halten. Da geht es ganz viel darum, bei uns zu bleiben, mutig und klar zu sein. Bei Rhynern steht Qualität auf dem Platz. Die spielen sehr mutig, kloppen den Ball nicht nur vor. Für sie ist es das Top-Top-Topspiel, für uns muss es auf emotionaler Ebene mindestens gleichwertig sein.“
Deshalb läuft die Vorbereitung nicht nur wie bei jedem Zweitliga-Spiel ab, es wird auch keine Wechselspielchen im Team geben. „Es werden wie an den ersten zwei Spieltagen die Besten spielen. Weil wir weiterkommen wollen“, erklärt der Schweizer.
Dass aus Kapazitätsgründen nicht im heimischen Westfalia-Sportpark, sondern im Preußenstadion von Münster gespielt wird, sieht Stamm nicht als Vorteil für Dynamo: „Es geht darum, die Rahmenbedingungen anzunehmen. Egal, wo.“ Bisher wurden 7000 Tickets verkauft, 1900 Dynamo-Fans machen sich auf den Weg gen Westen. „Auch für sie wollen wir eine gute Partie hinlegen, um weiterzukommen“, so Stamm. Nicht zu vergessen die reichlich 450.000 Euro, die es für das Erreichen der 2. Runde vom DFB gibt...
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