Bruttoinlandsprodukt: Wirtschaftsinstitute verdoppeln Konjunkturprognose – doch Experten warnen
Die deutsche Wirtschaft ist im Aufschwung: Mehrere führende Forschungsinstitute heben ihre Prognosen deutlich an.
Demnach hat der Irankrieg weniger schlimme Folgen als befürchtet.
Die deutsche Wirtschaft zieht aus Sicht führender Forschungsinstitute deutlich an.
Im laufenden Jahr erwarten die Institute einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,3 Prozent.
In ihrem Frühjahrsgutachten hatten die Institute noch mit einem Plus von 0,6 Prozent gerechnet. „Der Aufschwung steht jedoch auf einem schmalen Fundament, denn hohe Energiepreise und Strukturprobleme belasten“, warnte der Konjunkturchef des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Oliver Holtemöller.
Die Folgen des Irankriegs und die stark gestiegenen Energiepreise hatten die Konjunktur zunächst deutlich gedämpft.
In der Frühjahrsprognose hatten die Wirtschaftsinstitute noch vor einem „Energiepreisschock“ gewarnt.
Dieser fiel infolge des Irankriegs jedoch geringer aus als zunächst befürchtet.
Die Erholung werde zudem von einer Belebung der Exporte sowie der expansiven Finanzpolitik der Bundesregierung mit den schuldenfinanzierten Töpfen für Infrastruktur und Verteidigung getragen.
Ein andauernder Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI) könnte demnach zusätzliche Impulse bringen.
Bessere Wirtschaftszahlen auch für 2027 erwartet Die Institute erwarten, dass die deutsche Wirtschaft auch im kommenden Jahr etwas an Dynamik gewinnt.
Der private Konsum dürfte anziehen, genauso wie der Wohnungsbau.
Für 2027 rechnen sie deshalb mit einem BIP-Wachstum von 1,1 Prozent.
Bislang hatten sie ein Plus von 0,9 Prozent erwartet.
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