Bauhaus: Breites Bündnis veröffentlicht »Bauhaus-Manifest« gegen Nationalismus
Mit einem »Bauhaus-Manifest« setzt ein breites Bündnis von Vertretern aus Kultur, Handwerk, Design und den Kirchen ein Zeichen für Freiheit, Offenheit und Kreativität. Das Manifest versteht sich zugleich als Plädoyer gegen kulturfeindlichen Nationalismus und demokratiefeindliche Angriffe. Die Initiative dafür geht auf Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) zurück.
»Gemeinsam machen wir deutlich, dass wir das Bauhaus und seine Prinzipien stärken und gegen jede Kunst von demokratiefeindlichen Angriffen verteidigen wollen«, sagte Weimar der Nachrichtenagentur dpa. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem der Deutsche Kulturrat, die deutsche Unesco-Kommission, die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland, der Deutsche Städtetag, der Deutsche Museumsbund, die Akademie der Künste, der Zentralverband des Deutschen Handwerks und das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste.
Das Manifest verstehe sich als ein kultur- und gesellschaftspolitisches Bekenntnis zu den Prinzipien, die die Bauhaus-Kunstschule (1919-1933) bis heute zu einer weltweit prägenden kulturellen Ikone macht, hieß es. Dazu zählen die Freiheit des künstlerischen Denkens, die Offenheit gegenüber neuen Ideen, die Verbindung unterschiedlicher Disziplinen und die Überzeugung, dass kulturelle Innovation einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft leisten kann.
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