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Testabstimmung im UN-Sicherheitsrat über Guterres-Nachfolge

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Testabstimmung im UN-Sicherheitsrat über Guterres-Nachfolge

Bei einer zweiten Probeabstimmung zur Nachfolge von UN-Generalsekretär Guterres liegt eine Diplomatin aus Guyana vorn, berichten Insider. Das Rennen um den UN-Posten bleibt offen.

Bei der Suche nach einem neuen UN-Generalsekretär hat sich die Diplomatin Carolyn Rodrigues Birkett aus Guyana in einer zweiten informellen Abstimmung knapp an die Spitze gesetzt. Das berichten informierte Kreise den Nachrichtenagenturen Reuters und dpa.

Bei der Testabstimmung über die Nachfolge von Generalsekretär António Guterres lag Birkett vor der früheren Vizepräsidentin Costa Ricas, Rebeca Grynspan, und dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, hieß es. Grynspan und Grossi hätten beide sieben Stimmen in der geheimen Wahl im UN-Sicherheitsrat erhalten.

Die 52-jährige Birkett, die früher Außenministerin Guyanas war und für die Welternährungsorganisation gearbeitet hat, erhielt demnach aber auch drei Gegenstimmen, Grynspan vier und Grossi sechs. Die ecuadorianische Diplomatin Ivonne Baki, die erst in dieser Woche in das Rennen eingestiegen war und öffentlich auf ihre Freundschaft mit US-Präsident Donald Trump verwiesen hatte, erhielt keine einzige Ja-Stimme.

Derzeit stehen acht Kandidaten im Rennen um den Posten. Es können weitere Nominierungen durch UN-Mitgliedsländer hinzukommen. In einer ersten Abstimmung hatte Grynspan Insidern zufolge noch vorn gelegen.

Bei den Probeabstimmungen können die 15 Länder im Sicherheitsrat auf geheimen Stimmzetteln angeben, ob sie einen Kandidaten "ermutigen", "entmutigen" oder "keine Meinung" zu ihm haben. Wie viele Abstimmungen es geben wird, ist ungewiss. Bei der ersten Wahl von Guterres zum Generalsekretär der Vereinten Nationen im Jahr 2016 gab es insgesamt sechs geheime Testabstimmungen.

Die fünf ständigen Mitglieder - China , Frankreich , Russland , Großbritannien und die USA - können Kandidaten mit einem Veto verhindern. In den ersten Runden sind die Stimmzettel identisch, um das allgemeine Stimmungsbild zu erfassen. In einer späteren Phase nutzen die fünf ständigen Mitglieder farblich abweichende Zettel. So wird ersichtlich, ob ein Kandidat von einer dieser Vetomächte abgelehnt wird.

Anschließend wird der vom Sicherheitsrat empfohlene Kandidat von der UN-Generalversammlung ernannt. Die Probeabstimmungen im Sicherheitsrat dienen dazu, schrittweise einen Kandidaten oder eine Kandidatin herauszufiltern, der oder die eine Mehrheit erhält. Das Abstimmungsverhalten kann sich währenddessen stets verändern.

Guterres wird das Amt des UN-Generalsekretärs zum Jahresende nach zwei fünfjährigen Amtszeiten abgeben. Der künftige UN-Chef steht vor der Aufgabe, eine krisengeplagte Organisation mit sinkendem Ansehen zu reformieren, deren Verwaltung Kritikern zufolge zu teuer und aufgebläht ist.

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