Ost-West-Ölpipeline: Schwerdtner fordert staatliche Maßnahmen gegen hohe Spritpreise
Nach dem Drohnenangriff auf Saudi-Arabiens Ost-West-Ölpipeline fordert die Co-Bundesvorsitzende der Linkspartei, Ines Schwerdtner , staatliche Maßnahmen gegen den erwarteten weiteren Anstieg der Spritpreise. Die Bundesregierung brauche jetzt einen konkreten Notfallplan gegen »den drohenden Preisschock«, sagte Schwerdtner. Bundeskanzler Merz dürfe nicht wieder abwarten, bis Benzin und Diesel »unbezahlbar« würden, um anschließend Milliardenhilfen zu verteilen, die am Ende auch die Profite der Energiekonzerne sicherten.
Die Übergewinne, die Ölkonzerne sich durch Krisen »in die Tasche« steckten, müssten abgeschöpft und Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen gezielt entlastet werden, sagte Schwerdtner. Steigende Ölpreise würden vor allem Menschen treffen, die im Alltag auf ihr Auto angewiesen seien. Über höhere Kosten für Transport, Produktion und Heizen komme die Preissteigerung auch an der Supermarktkasse an. Es brauche eine Deckelung der Gewinnmargen, damit Unternehmen die Kraftstoffe nicht weit über ihren Beschaffungskosten verkaufen könnten.
Saudi-Arabien hat nach einem Drohnenangriff seine wichtige Ost-West-Pipeline vorübergehend abgeschaltet und dies als Vorsichtsmaßnahme bezeichnet. Die rund 1.200 Kilometer lange Pipeline verläuft quer über die Arabische Halbinsel. Sie ermöglicht es dem weltweit größten Rohölexporteur Saudi-Arabien, die Straße von Hormus zu umgehen. Der Schiffsverkehr in der Meeresenge ist wegen des seit sechs Monaten andauernden Krieges zwischen den USA und dem Iran fast vollständig zum Erliegen gekommen. Die Schließung der Pipeline könnte die Ölpreise weiter in die Höhe treiben.
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