Werder vor dem Saisonstart: Fritz und das Werder-Dilemma: Wenig Geld, hohe Erwartungen
Werder Bremen wäre fast abgestiegen.
In der neuen Saison soll vieles besser werden.
Doch die Probleme sind die alten - trotz einiger Verkäufe.
Clemens Fritz hat bei Werder Bremen alles erlebt.
Er war Spieler, hat die Scouting-Abteilung geleitet und in der für den Club so schwierigen Corona-Zeit als Fußball-Chef gewirkt.
Seit zwei Jahren ist der 45-Jährige nun als Sport-Geschäftsführer hauptverantwortlich für die sportliche Entwicklung des Clubs - und steht damit im Zentrum der Kritik, wenn es an der Weser mal nicht läuft.
Und das war in der jüngeren Vergangenheit häufig der Fall.
Besonders die vergangene Saison hat Spuren hinterlassen.
Nur mit Ach und Krach und vor allem, weil drei Teams noch schwächer waren, verhinderten die Grün-Weißen den erneuten Abstieg in die zweite Liga.
Kritik geht nicht spurlos vorbei Für viele Fans und Experten war der Hauptschuldige an der sportlichen Talfahrt schnell klar: Clemens Fritz.
Das führte so weit, dass sich sogar eine Mitgliederinitiative gegründet hat, die die Entlassung des Ehrenspielführers zum Ziel hatte.
Zwar geht es dieser inzwischen überwiegend um die Rechte von Mitgliedern, doch die Wucht der Kritik ist an Fritz nicht spurlos vorbeigegangen.
In der Hochphase des Abstiegskampfes sah man ihm die Strapazen deutlich an. „Ich würde behaupten, dass ich - auch aus meiner Erfahrung als Spieler - ganz gut mit Kritik umgehen kann, ein reflektierter Mensch bin und mich auch immer hinterfrage“, sagte Fritz im Interview der Deutschen Presse-Agentur . „Wenn es aber keine konstruktive Kritik mehr ist, persönlich wird und es auch in Richtung Familienleben geht, dann werden auch Grenzen überschritten, und das macht dann schon etwas mit einem“, räumte der Geschäftsführer ein. „Das kann ich nicht bestreiten.
Und da gab es schon hin und wieder den Fall, wo ich ein bisschen schlucken musste.“ Denn seit mittlerweile 20 Jahren ist er im Club.
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