Zu wenig Regen – Schiffsverkehr durch Panamakanal wird reduziert
Das Klimaphänomen El Niño wirkt sich auf eine der weltweit wichtigsten Wasserstraßen aus. Angesichts zuletzt geringer Niederschlagsmengen reduziert der Panamakanal die Zahl erlaubter Schiffspassagen. Die buchbaren Durchfahrten werden ab September schrittweise von 36 pro Tag auf 32 gesenkt, wie der Betreiber der Wasserstraße ACP zwischen dem Atlantik und dem Pazifik mitteilte.
Trotz der laufenden Regenzeit und bereits ergriffener Wassersparmaßnahmen, um die Auswirkungen des Klimaphänomens abzumildern, seien zusätzliche vorbeugende Schritte erforderlich. Dadurch solle die langfristige Nachhaltigkeit des Kanalbetriebs gewährleistet werden, hieß es in einer Mitteilung.
Der Panamakanal funktioniert mit Schleusen. Jedes Mal, wenn ein Schiff hindurchfährt, fließt Süßwasser ins Meer ab. Die benötigten großen Wassermengen werden aus einem von zwei Seen gespeisten Wassereinzugsgebiet entnommen. Die Wasserpegel in den Seen seien infolge der »negativen Auswirkungen des El-Niño-Phänomens« gesunken, erklärte ACP.
Zwischen Mai und August habe es rund 34 Prozent weniger geregnet als im historischen Durchschnitt für diesen Zeitraum, teilte die Kanalbehörde mit. Prognosen zufolge sei in der Region zudem infolge von El Niño 2026-2027 mit noch geringeren Niederschlägen zu rechnen (mehr dazu hier ). Mit Blick auf die Trockenzeit, die im Januar beginnt, seien ein umsichtiger Umgang mit den Wasserressourcen und eine sorgfältige Überwachung notwendig, um die Wasserverfügbarkeit zu sichern.
Der Panamakanal ist eine rund 80 Kilometer lange künstliche Wasserstraße, die die Landenge von Panama in Mittelamerika durchschneidet und den Atlantik mit dem Pazifik verbindet. Schiffen bleibt damit die lange, gefährliche Fahrt um die Südspitze Südamerikas erspart.
4 Min Zur Merkliste hinzufügen Pazifik-Erwärmung: Europäisches Wetterinstitut rechnet mit stärkstem El Niño der Geschichte 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Klimakrise: Brasiliens Kaffeeanbau bekommt zunehmend Stress durch El Niño 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Bei dem natürlich auftretenden Klimaphänomen El Niño erwärmt sich die Wasseroberfläche im östlichen und zentralen Pazifik nahe des Äquators, was weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge hat. In der Folge steigt das Risiko für Wetterextreme. Üblicherweise tritt das Phänomen El Niño alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert zwischen neun und zwölf Monate an.
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