Wissenschaft: Erdbeben bei Bad Reichenhall: So oft rumort es im Untergrund
Am Hochstaufen bei Bad Reichenhall hat die Erde gebebt.
In der Gegend kommt es besonders häufig zu Beben – das hat laut bayerischen Forschern auch etwas mit sommerlichem Regen zu tun.
Am Abend des vergangenen Sonntags war in der Gegend um Bad Reichenhall eine Erschütterung zu spüren – zumindest eine sanfte: Messinstrumente verzeichneten ein Erdbeben mit einer Stärke zwischen 1,7 und 1,8 gegen 22.30 Uhr.
Das ist bei Weitem nicht genug, um Gebäude einstürzen zu lassen, lässt aber Fensterscheiben klirren oder den Fußboden vibrieren.
Rund ein Dutzend Meldungen über das Ereignis schickten Bürger in der Folge an den Erdbebendienst Bayern , der als Teil der Ludwig-Maximilians-Universität in München die Bewegungen der Erde in Bayern beobachtet.
Gerade im Raum Bad Reichenhall seien Beben „relativ häufig“, sagt Joachim Wassermann, der die Seismologie-Abteilung des zugehörigen Geophysikalischen Observatoriums leitet.
Um die einhundert Beben registrierten die feinen Messinstrumente dort pro Jahr - weit mehr als jene, die auch Menschen zu spüren bekommen.
Sind Erdbeben selten? Die Erde , genauer gesagt die Platten, aus denen ihre Oberfläche besteht, ist permanent in Bewegung.
So liegt Afrika auf einer Erdplatte, die sich ganz sachte im Laufe von Milliarden von Jahren über die Platte schiebt, auf der Europa und Asien liegen.
In diesem Prozess entlädt sich immer mal wieder aufgestaute Energie – ähnlich wie bei einem Seil, das an irgendeinem Punkt reißt.
Das Ergebnis: ein Erdbeben.
Nur sehr selten fallen dabei Häuser in sich zusammen.
Minimale Beben dagegen zeichnen die Erdbebenforscher ständig auf.
2025 waren es für Bayern knapp 1.800 sogenannte Lokalbeben inklusive Vor- und Nachbeben.
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