Mecklenburg-Vorpommern-Wahl: CDU fliegt aus Landtag – die Blitzanalyse im Podcast
Friedrich Merz will Kanzler und CDU-Chef bleiben. Das hat er noch am Wahlabend klargemacht – trotz des historischen Absturzes seiner Partei. Nach den ersten Hochrechnungen scheitert die CDU in Mecklenburg-Vorpommern an der Fünf-Prozent-Hürde. Dort wird die AfD stärkste Kraft, in Berlin gewinnt die Linke. Die politische Mitte verliert in beiden Ländern deutlich.
Merz nennt das Ergebnis ein »Desaster«. An seinen Reformplänen hält er dennoch fest. Sie seien »das Mittel gegen das autoritäre Gift, »das mit der Faszination des Autoritären immer tiefer in unsere Gesellschaft eindringt«, so der Kanzler am Wahlabend. Merz hebe damit die Debatte auf eine weltpolitische Ebene, analysiert Christoph Hickmann, Politikchef des SPIEGEL, im Podcast »MAD KINGS«. Zugleich verdecke der Kanzler, worum es eigentlich gehe: »Da kämpft ein Mann ganz schnöde um sein Amt, um seine beiden Ämter.«
Noch vor der Wahl hatten die CDU-Ministerpräsidenten Merz den Rücken gestärkt. Doch dieser Rückhalt könnte jetzt bröckeln. In den kommenden Tagen beraten die CDU-Gremien und die Bundestagsfraktion. An der Parteibasis wächst der Unmut. Die Frage ist: Formiert sich eine Welle, die Friedrich Merz doch noch mitreißen könnte?
In der aktuellen Blitzfolge des SPIEGEL-Politikpodcast spricht die langjährige Auslandskorrespondentin Britta Sandberg mit Christoph Hickmann, Politikchef des SPIEGEL, über die Folgen des historischen Wahldesasters für Friedrich Merz und die CDU. Und sie fragen, was der Aufstieg der politischen Ränder für die demokratische Mitte bedeutet – in Deutschland und in Europa.
Welche Folgen hat die neue Weltordnung für Deutschland? Und wie können wir uns in einer Welt behaupten, in der Herrscher wie Trump, Putin und Xi nach ihren eigenen Regeln spielen?
Das entschlüsseln die Hosts Britta Sandberg, langjährige Auslandskorrespondentin und Christoph Hickmann, Leiter des Politikressorts, jede Woche im neuen SPIEGEL-Politikpodcast »MAD KINGS: Machtprobe für Deutschland«.
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