Schulweg kann gefährlich sein: Frankfurter Familien radeln für sichere Straßen
„Kinder sollen in Frankfurt angstfrei Rad fahren können“ - für dieses Ziel setzen sich große und kleine Fahrrad-Aktivisten nun bereits zum 20.
Mal in der Mainmetropole ein.
Was sie erreichen wollen.
Hunderte Radler und Radlerinnen, groß und klein, fahren in einem großen Demo-Zug durch die Frankfurter Innenstadt: Sie treten für mehr Sicherheit von Kindern auf dem Fahrrad ein.
Organisiert wird die Familien-Fahrrad-Demo am Sonntagnachmittag (23.) vom Team der „Kidical Mass“ - und das bereits seit acht Jahren mehrmals im Jahr in Frankfurt .
Wie steht es um die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr? Alle 18 Minuten ist im vergangenen Jahr im Schnitt ein Kind im Straßenverkehr verletzt worden oder ums Leben gekommen, teilt das Statistische Bundesamt mit.
2025 kamen demnach sieben Prozent mehr Kinder zu Schaden als noch im Jahr zuvor.
Die meisten der im Straßenverkehr verunglückten Kinder saßen dabei auf einem Fahrrad (34 Prozent).
Die Zahlen zeigen auch: Der Schulweg kann für Kinder und Jugendliche sehr gefährlich sein.
Was bedeutet „Kidical Mass“? Die „Kidical Mass“ gehe auf die „Critical Mass“ zurück, sagt Torsten Willner vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad -Club (ADFC) Hessen.
Diese Bewegung schwappte in den 90er Jahren aus den USA auf Deutschland über.
Im scheinbar unorganisierten und unangekündigten Auftreten von Fahrrädern in so großer Menge, dass der Verkehr lahmgelegt wird, wollte man auf die Anliegen des Radverkehrs aufmerksam machen.
Daraus leitet sich in einem Wortspiel die „Kidical Mass“ ab, die ordentlich als politische Versammlung angemeldet sei, erklärt Willner.
Im Jahr 2018 sammelte der Radentscheid Frankfurt fast 40.000 Unterschriften für bessere Radwege.
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